Schöne Natur und ein Ortswechsel sind für viele wichtige Faktoren, wenn es um Erholung geht. Foto: Simon Schwede

Die Zahl derer, die sich im Urlaub nicht erholen, steigt. Das hat die Krankenkasse DAK-Gesundheit über eine repräsentative Umfrage herausgefunden. Schuld daran ist auch Corona – aber die Hauptursache ist eine andere.


19 Prozent der Urlauber kam in den vergangenen Wochen „weniger gut“ oder „überhaupt nicht“ zu Kräften. Das hat das Institut für Meinungsforschung, Forsa, für die DAK herausgefunden. Im vergangenen Jahr waren es noch 13 Prozent, die ihrer Urlaubszeit eine schlechte Note im Fach Erholung gegeben haben.

Ein Faktor drängt sich dabei auf: Corona. 44 Prozent der Unzufriedenen klagen, dass sie wegen des Virus ihre Reisepläne ändern mussten. 37 Prozent beschweren sich über die Einschränkungen, die vor Ort notwendig wurden.

Handy schadet der Erholung

Doch der Virus ist nicht der Hauptgrund für wenig erholte Urlauber: 46 Prozent beklagen sich, dass sie nicht richtig abschalten konnten. Warum das so ist, dafür gibt es wieder unterschiedliche Gründe: Stress mit der Familie oder Freunden zum Beispiel. Dann gibt es aber auch welche, die das Handy noch mit in den Urlaub nehmen müssen – um mit dem Chef in Verbindung zu bleiben.

Für die Unzufriedenen lohnt sich ein Blick auf die Zufriedenen: Die Sonne und die Natur zu erleben, Zeit für sich verbringen oder mit der Familie und eben mal nicht arbeiten müssen. Diese Faktoren hatten hohe Werte bei denen, die sich im Urlaub erholt haben. Etwas weniger, aber immer noch 56 Prozent der Befragten sagen, dass zur Erholung ein Ortswechsel nötig sei – im Vorjahr sagten das noch 62 Prozent.

Einen weiteren Trend machen DAK und Forsa noch aus: Die Deutschen bewegen sich in ihrem Urlaub mehr als früher. Sieben von zehn machten Sport oder achteten zumindest auf Bewegung. Zwei Drittel der Befragten baue gezielt Stress ab.