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Nachrichten Ginsheim-Gustavsburg | Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Ginsheim-Gustavsburg sind in diesem Jahr besonders gefordert. Seit Beginn diesen Jahres ist es bereits zu mehr als 100 Einsätzen gekommen.


Mehrfach zu Großeinsätzen ausgerückt

Die Einsätze teilten sich zur Hälfte in Brandeinsätze und in Technische Hilfeleistungen auf. Großeinsätze gab es mehrfach. So wurde die Feuerwehr gleich am 11. Januar zu einem Brand in einem Entsorgungsunternehmen im Gewerbegebiet „Am Flurgraben/Haagweg“ gerufen. Dort war Elektroschrott in Brand geraten und hatte eine massive Rauchwolke ausgelöst. Mit Hilfe der benachbarten Feuerwehren konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden, die Nachlöscharbeiten dauerten aber noch viele Stunden an.

Mit einem noch größeren Aufgebot musste am 2. Mai ein Großbrand einer Lagerhalle im Gewerbegebiet „Im Weiherfeld“ unter Kontrolle gebracht werden. Über 130 Einsatzkräfte der Feuerwehr aus dem weiten Umkreis waren hier mit stundenlangen Löscharbeiten beschäftigt. Für die ehrenamtlichen Feuerwehrleute von Ginsheim-Gustavsburg dauerten die Nachlöscharbeiten das gesamte Wochenende an.

An vielen anderen Tagen gab es ebenfalls Brandeinsätze, wie zuletzt bei einem Brand in einer Auto- und Lackierwerkstatt oder bei einem Dachstuhlbrand eines Wohnhauses. Aber auch, als ein Lagerfeuer nicht ausgelöscht wurde, ein Baum oder eine Grasfläche brannte, Mülltonnen in Brand gerieten, als Rauch aus einem Linienbus herauskam oder eine Gartenhütte in Flammen stand, wurde die Feuerwehr gerufen. Hinzu kamen zahlreiche Alarmierungen durch Heimrauchmelder in Häusern oder Brandmeldeanlagen in Firmen, die sich meist als harmlos oder als Fehlalarm herausstellten. Dennoch mussten die ehrenamtlichen Kräfte präsent sein, oftmals auch nachts.



Mehr als 50 technische Hilfeleistungen

Viel Zeit in Anspruch nahmen die mehr als 50 technischen Hilfeleistungen. Von der Absicherung bei Verkehrsunfällen, der Entfernung von Ölspuren, der Beseitigung von umgestürzten Bäumen, dem Auspumpen von Wasser in Häusern über Notfallöffnungen von Türen oder die Rettung von Tieren bis hin zu der aktuell immer häufiger notwendigen Rettung von Personen im Rhein und im Main, musste die Feuerwehr eine Reihe von Hilfeleistungen abdecken.

Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha dazu

„Die unermüdliche Arbeit unserer Freiwilligen Feuerwehr zu Tages- und Nachtzeiten wird von der Bevölkerung und dem Gewerbe oft als selbstverständlich hingenommen“, sagte Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha angesichts der hohen Zahl an Einsätzen. Dabei werde nicht nur erhebliche freie Zeit für die Einsätze aufgewendet, sondern zusätzlich auch Zeit für die regelmäßigen Übungen und Weiterbildungen. Das verdiene höchsten Respekt und Anerkennung, so der Bürgermeister.

Er selbst habe sich vor Ort bei Einsätzen von der hervorragenden Arbeit der Feuerwehrleute, ihrer Ausbildung, dem Teamgeist und den technologisch hochentwickelten Geräten, für deren Handhabung die aktiven Mitglieder gut geschult sein müssen, überzeugen können. Damit diese wichtige Arbeit auch zukünftig ehrenamtlich geleistet werden kann, werden Männer und Frauen gesucht, die bereit sind, die interessanten und vielfältigen Aufgaben der Feuerwehr wahrzunehmen und die Einsatzabteilung der Stadtteilfeuerwehren Ginsheim oder Gustavsburg zu verstärken.