Symbolfoto: Pixabay

In der vergangenen Woche fand ein Mitarbeiter der Bahn den leblosen Wolf in Wiesbaden. Das Tier lag am 5. Februar bereits tot zwischen dem Ostbahnhof und der Biebricher Kläranlage, so berichtet das Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG). Scheinbar war die gefundene Wölfin mit einem Zug kollidiert. Äußerlich sichtbare Verletzungen hatte sie jedoch keine. Anhand von Fotos die der Bahnmitarbeiter gemacht hatte, konnte das Tier als Wolf indentifiziert werden.


Wolfsichtungen nehmen zu

Die Zahl der in Rheinland-Pfalz lebenden Wölfe steigt. Gleich mehrere Sichtungen wurden nach einer Prüfung durch Experten bestätigt. Das Umweltministerium in Mainz teilte am Donnerstag mit, dass eine Aufnahme einer Wildtierkamera tatsächlich eine Wölfin mit fünf Jungen zeigt. Die Aufnahme entstand Ende August 2019 bei Bad Hönningen im Kreis Neuwied. Auch ein bei Elmstein im Kreis Bad Dürkheim entstandenes Bild vom Dezember 2019 zeigt demnach definitiv einen Wolf. Dies sei der zweite Nachweis eines Wolfs in der Pfalz seit 2012.

Die Überprüfung der Meldungen ist aufwändig

Die Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft in Trippstadt sowie die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf überprüfen Fotos von vermeintlichen Wölfen in Rheinland-Pfalz. Experten prüfen dort unabhängig voneinander, ob es sich bei dem Tier tatsächlich um einen Wolf oder nur einen Hund handelt. Ein Ehrenamtlicher kontrolliert dann am Ort der Aufnahme ob es dort tatsächlich so aussieht, wie auf dem Foto. Aufgrund dieses aufwändigen Prozesses konnte man die Wolfssichtungen aus dem letzten Jahr erst jetzt offiziell bestätigen, erklärte das Umweltministerium.

Zehn Fälle per DNA-Nachweis bestätigt

Immer wieder wurden in den vergangenen Jahren Wölfe im Land nachgewiesen. Oftmals jedoch in waldreichen Gebieten im Norden, zuletzt aber unter anderem auch im Mainzer Umkreis. Bislang wurden mittels DNA-Nachweis zehn Wölfe bestätigt. Man geht davon aus, dass zwei weibliche Wölfe in Rheinland-Pfalz sesshaft sind. Eine davon am Stegskopf im Westerwald, die andere in der Nähe von Bad Hönningen im Kreis Neuwied. Ob das Muttertier mit den Jungen eine der Wölfinnen war, ist unklar.

Am 16. Januar wurde außerdem auf der A60 am Autobahndreieck Mainz ein Tier totgefahren. Das Umweltministerium bestätigte auch hier, dass es sich um einen Wolf handelte. Einen Rüde aus der Alpenpopulation, dessen Herkunftsrudel unbekannt sei.