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Hagen. Wander- und Radprogramme statt Fernreisen. Wikinger Reisen setzt fürs nächste Jahr auf eine der Corona-Zeit angepasste Strategie. Nach einer derben Entlassungswelle im Frühjahr, beendet der Aktiv-Veranstalter nun die Kurzarbeit für das verbliebene Personal und stellt wieder Azubis ein.

Erholen wird sich der Tourismusmarkt 2021 nicht, erwartet Wikinger Reisen. Doch der geschäftsführende Gesellschafter Daniel Kraus hofft darauf, „ein ähnliches Umsatzniveau“ wie in diesem Jahr zu erreichen. In Folge der Corona-Pandemie und der weltweiten Lockdowns sei dem Unternehmen zwei Drittel des Umsatzes weggebrochen.

„Unsere Gäste wollen reisen“

Wikinger Reisen setzt nun auf „Stammkundentreue“: „Unsere Gäste wollen reisen“, ist sich Kraus sicher. Doch was sie ausgeben, werde im Schnitt deutlich weniger sein. So waren im letzten Winter Fernreisen noch eine „starke Stütze des Geschäfts“, wie Kraus sagt. Doch jetzt sieht er für diese „kaum Chancen“.

Geschäftsführender Gesellschafter Daniel Kraus. Foto: Wikinger Reisen

Dieser Punkt treffe Wikinger Reisen aber weniger hart, da der Anteil bisher auch nur bei 15 Prozent gelegen habe. „Wir profitieren von unserem starken Deutschland- und Europa-Programm und sind mit Wander- und Radreisen zukunftsorientiert aufgestellt“, sagt Kraus. Der Virus und die Kontaktsperren hätten bewirkt, dass sich die Menschen noch lieber in der freien Natur bewegen wollen als zuvor.

Diesen Trend hat Wikinger Reisen im neuen Katalog berücksichtigt. Der Fokus liegt auf Deutschland-Trips und Reisen innerhalb Europas. 40 Prozent der Reisen seien „landgebunden“. Sprich: Fliegen ist out.

„Neue touristische Zeitrechnung“

Wikinger Reisen ist wie andere Anbieter auch hart von der Pandemie getroffen worden. Die Hälfte des Personals musste sich verabschieden, die anderen gingen in Kurzarbeit. Und das obwohl die Arbeit nicht weniger wurde, wie Kraus berichtet: „Allein die schnelle Abwicklung der von Kunden gewünschten Rückzahlungen war und ist ein enormer Aufwand.“

Doch die „Restrukturierungsphase“ sei nun abgeschlossen, berichtet Kraus. Mit dem neuen Jahr beginne nun eine „neue touristische Zeitrechnung“. Schon ab November beendet Wikinger Reisen für die verbliebenen Mitarbeiter die Kurzarbeit. Nach Silvester stoßen dann die neu eingestellten Azubis dazu.

„Kurzarbeit darf kein Dauerzustand über 12 oder gar 20 Monate sein“, sagt Kraus. Sie jetzt einzustellen, sei auch ein „Dankeschön“ ans Team: „Unsere Mitarbeiter haben diese schwere Situation flexibel, innovativ und mit außerordentlichem Engagement gemeistert.“ Das Unternehmen sei nach wie vor gesund. Dank einer hohen Eigenkapitalquote könne es weiter ohne Kredite unterwegs sein.