Foto: Chiara Forg | Rhein-Main Nachrichten

Nachrichten Wiesbaden | Bereits Anfang des Jahres 2020 hatte der Stadtentwicklungsdezernent der Landeshauptstadt Wiesbaden Hans-Martin Kessler kritisiert, dass die Mainzer Ampel-Koalition die Signale für eine zusätzliche Rheinquerung auf rot stellte, noch bevor die Ergebnisse der verkehrstechnischen Untersuchungen bekannt waren.

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Hans-Martin Kessler, Stadtentwicklungsdezernent von Wiesbaden

„Und dies auch noch entgegen anderslautenden Beschlüssen in Mainz und in Wiesbaden sowie im gemeinsamen Städteausschuss, in dem der Mainzer Oberbürgermeister Ebling noch erklärt hatte, dass er eine weitere Rheinbrücke unterstütze. Mit dem einseitigen politischen Nein der Mainzer Rathaus-Koalition gegen eine weitere Rheinbrücke ist das Thema noch lange nicht erledigt. Manche mögen den Elan verloren haben, das Wiesbadener Stadtentwicklungsdezernat hält sich an die bisher getroffenen Vereinbarungen und treibt die neue Rheinbrücke weiterhin voran. Wir brauchen eine weitere Rheinbrücke – aus dieser für die Zukunftsfähigkeit der beiden Landeshauptstädte wichtigen Entscheidung wird sich niemand in Mainz oder Wiesbaden heimlich verabschieden können.“

Mainz lenkt die Last auf die Stadt Wiesbaden um

Mit Blick auf umfassende städtebauliche Entwicklungen auf beiden Seiten des Rheins, wie den Mainzer Zollhafen, die Entwicklungsachse Wiesbadener Straße in Kastel, das Lindequartier in Kostheim, dazu noch den neuen Stadtteil Ostfeld, betont Kessler:

„Das alles seien Entwicklungen, die eine neue Rheinbrücke längst überfällig machten. Die linksrheinische Politik mache sich zu den kommunalen wie regionalen Individual- und Gewerbeverkehren einen „schlanken Fuß“ und lenke die Last ungebremst über die Schiersteiner und die Theodor-Heuss-Brücke zulasten Wiesbadens, nämlich auf die Autobahnen A 66 und A 671.“

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