Nachrichten Wiesbaden | Das Gesundheitsamt der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger, persönliche Kontakte weitestgehend einzuschränken. Zudem sollten Personen, die sich auf das Corona-Virus haben testen lassen möglichst permanent erreichbar sein und Zuhause auf das Ergebnis zu warten. Nur so könne das Testergebnis möglichst schnell mitgeteilt werden.

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Zahl der infizierten Personen hat sich verdoppelt

In den vergangenen Wochen hat sich die Zahl der infizierten Personen in Wiesbaden verdoppelt. Täglich werden rund vierzig neue Fälle von dem Gesundheitsamt bearbeitet. Dabei müssen sämtliche Kontaktpersonen nachvollzogen und ermittelt werden. In der Zwischenzeit bemerken auch Krankenhäuser wieder, dass sich die Situation verschärft.

„Bürgerinnen und Bürger sollten ihre Kontakte so weit wie möglich reduzieren, um einer Überlastung des Gesundheitssystems entgegenzuwirken. Dazu ist die Mithilfe aller Wiesbadenerinnen und Wiesbadener erforderlich“, appelliert die Leiterin des Gesundheitsamtes, Dr. Kaschlin Butt.

Rasanter Anstieg von Corona-Patienten in Krankenhäusern

In der Sitzung der Arbeitsgruppe Kliniken am heutigen Mittwoch (21.10.2020), sei deutlich geworden, dass auch die Kliniken einen schnellen Anstieg von Corona-Patienten auf den Stationen verzeichnen. „Wir möchten nicht in die Situation kommen, dass Kliniken Patientinnen und Patienten nicht mehr aufnehmen können“, sagt Dr. Butt: „Dabei geht es nicht nur um Corona-Patienten, sondern auch um Menschen mit anderen Erkrankungen, die gegebenenfalls nicht mehr behandelt werden könnten.“

Aufgrund der hohen Fallzahlen und der vielen Kontakte sei die Nachverfolgung von Kontaktpersonen im Gesundheitsamt so aufwendig, dass man dort an seine Grenzen stößt. „Infizierte Personen werden sofort nach Eintreffen des positiven Laborergebnisses informiert. Die weitere Fallbearbeitung kann aktuell jedoch einige Zeit dauern. Das trifft vor allem dann zu, wenn wir Personen oder Familien ihr positives Testergebnis nicht direkt mitteilen können, weil wir sie weder telefonisch erreichen noch die Polizei sie in den Wohnungen antrifft“, erläutert Dr. Butt.



Alle anderen Dienstleistungen des Gesundheitsamtes eingeschränkt

„Wir haben wieder alle anderen Dienstleistungen des Gesundheitsamtes eingeschränkt, um die Corona-Fallbearbeitung möglichst innerhalb von einem bis zwei Tagen abwickeln zu können“, sagt Dr. Butt. Dabei wird das Gesundheitsamt von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus anderen Dezernaten und Ämtern unterstützen. Es wurden außerdem Kräfte der Bundeswehr zur Mithilfe angefordert.

„Viele Fragen, die uns gestellt werden, werden auch unter www.wiesbaden.de/coronavirus, www.hessen.de/fuer-buerger/aktuelle-informationen-zu-corona-hessen und www.rki.de beantwortet. Dort erfährt man zum Beispiel auch, dass die fünftägige Pflichtquarantäne nach Reiserückkehr aus einem Risikogebiet ohne Möglichkeit der Befreiung durch einen negativen Test erst ab dem 8. November gilt.“

Kontakt zum Gesundheitsamt und zur Corona-Hotline

Das Gesundheitsamt ist montags bis freitags von 8:00 bis 12:00 Uhr und von 13:00 bis 16:00 Uhr sowie an den Wochenenden von 9:00 bis 13:00 Uhr telefonisch unter der Rufnummer 0611 – 312 828 erreichbar.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der hessenweiten Corona-Hotline beantworten unter der Rufnummer 0800 – 5554 666 täglich von 9:00 bis 15:00 Uhr Fragen zur Gesundheit und Quarantäne. Weitere Fragen, Anliegen und Informationen zum Corona-Virus werden montags bis donnerstags von 8:00 bis 17:00 Uhr und freitags von 8:00 bis 15:00 Uhr beantwortet.

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