Foto: Thorsten Lüttringhaus

Nachrichten Wiesbaden | In den Wiesbadener Kliniken wird es bis zum 18. Oktober weiterhin ein Besuchsverbot geben. Diese Entscheidung wurde in enger Abstimmung mit den Kliniken von der Stadt Wiesbaden getroffen.

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Dr. Kaschlin Butt, Amtsleiterin des Wiesbadener Gesundheitsamtes

„Die Fallzahlen der vergangenen Tage sind zwar recht niedrig, doch aktuell betreffen die Infektionen insbesondere junge Menschen mit keinen bis wenigen Symptomen. Den Entscheidungsträgern ist bewusst, die Situation für die betroffenen Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige durchaus schwierig ist. Bitte sprechen Sie in besonderen Fällen mit den Kliniken. Je nach Schwere der Situation kann dort eine Ausnahme erfolgen.“

Dies hat zur Folge, dass sich im Wiesbadener Stadtgebiet durchaus unerkannte Covid-19-Fälle bewegen, die die Kliniken gegebenenfalls zu Besuchszwecken aufsuchen. Sollte es in den Krankenhäusern zu einem Coronavirus-Ausbruch kommen, kann die Versorgung der Patientinnen und Patienten gegebenenfalls nicht mehr vollumfänglich aufrecht gehalten werden. Hinzu kommt die Gefährdung der bereits geschwächten Personen in stationärer Behandlung.

Es gibt Ausnahmen beim Besuchsverbot

Dieses betrifft weiterhin nicht:

  • die Eltern minderjähriger Kinder
  • Seelsorgerinnen und Seelsorger
  • Betreuerinnen und Betreuer
  • Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte
  • Notarinnen und Notare
  • Standesbeamtinnen und Standesbeamte
  • Bestatterinnen und Bestatter
  • Personen im Rahmen ihrer Behandlung in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung nach § 37b Abs. 2 SGB V

Geburten mit einer Vertrauensperson

Geburten sind von der Verordnung ebenfalls nicht stark betroffen. Die werdenden Mütter dürfen eine Vertrauensperson an ihrer Seite haben. Besondere Ereignisse, wie beispielsweise die Überbringung schwerer Diagnosen oder Sterbeprozesse, können ebenfalls in Begleitung stattfinden. Für alle Besuche in der Klinik gelten die bekannten Abstands- und Hygieneregeln.

Zukünftig hoffen die Klinikleitungen auf den Einsatz von Schnelltests am Klinikeingang. Aktuell arbeiten diese jedoch noch nicht zuverlässig genug.

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