Symbolbild Scheckbuch: Pixabay Gadini

Saarlouis. Welcher Präsident, Kassierer oder Beisitzer kennt es nicht: Zum Familienabend oder zum Sommerfest kommt der Abgeordnete aus dem Land- oder Bundestag. Natürlich ist er Ehrengast, sind Essen und Trinken für ihn frei. Da sieht es natürlich besser aus, wenn er im Gegenzug ein Geschenk dabei hat – blöd nur, finden die Saar-Linken, wenn das Geld eigentlich vom Land stammt und so für Parteiwerbung missbraucht werde.

Das Geld, um das es geht, stammt aus dem Ehrenamtsfonds. Und wie nun herausgekommen sei, so teilen die Linken mit, seien in zwölf Fällen Abgeordnete der CDU bei Vereinen aufgetaucht und hätten die Schecks verteilt.

Nun ließe sich sagen: Ist doch egal, wie das Geld zu den Vereinen kommt – Hauptsache es kommt. Und eigentlich müsste die Gesellschaft den Abgeordneten dankbar sein, dass sie die Schecks zu den Vereinen gebracht haben.

Nun ja… Nein. Denn diese Scheck-Übergaben fanden im Wesentlichen vor der letzten Landtagswahl statt. “Natürlich ist dies parteipolitisch motiviert, sonst würde sich die Regierung ja auch um eine transparente und nachvollziehbare Regelung bemühen”, sagt Astrid Schramm, Abgeordnete der Linken-Fraktion im Landtag.

Sie will das Thema nun in den Sozialausschuss bringen. Es solle ein Modus der Übergabe gefunden werden, wie das Geld übergeben werde, ohne dass eine Partei dabei bevorzugt werde.