Dr. Joe Weingarten (SPD)

Bad Kreuznach. Sperrstunden gehören zu den Schritten, mit denen die Corona-Pandemie eingedämmt werden soll. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich mit den Ministerpräsidenten am Mittwoch darauf geeinigt, dass es zu solchen Sperrstunden künftig auch schon kommen soll, wenn eine Stadt oder einen Landkreis mehr als 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner verzeichnet. Der Kreuznacher Bundestagsabgeordnete Dr. Joe Weingarten begrüßt diesen Schritt, mahnt aber auch: „Wir dürfen die Gastronomie jetzt nicht allein lassen.“

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Die von den Regierungschefs angekündigten Schritte seien richtig: „Wir müssen an den Stellen eingreifen, an denen sich der Virus verbreitet. Das sind im Wesentlichen private Feiern und die Gastronomie“, sagt Weingarten. 

Er weiß aber auch: „Das wird die Gastronomie hart treffen.“ Um Schließungen und Entlassungen zu vermeiden, müsse der Staat helfen. Die große Koalition habe sich auch schon darauf geeinigt, die Hilfen für kleine und mittelständische Unternehmen zu verlängern. Diese müssten nun so eingesetzt werden, dass sie tatsächliche Umsatzeinbußen ausgleichen. 

Trotz der Härten, die Verschärfungen mit sich brächten, seien sie notwendig: Die Infektionszahlen und die Möglichkeiten des exponentiellen Wachstums würden zum Handeln zwingen.

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