Foto: Chiara Forg | Rhein-Main Nachrichten

Nachrichten Wiesbaden | Nach dem Warnstreik am vergangenen Dienstag (29.09.2020) hat Verdi erneut dazu aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Auch am heutigen Dienstag (06.10.2020) wird in Frankfurt und Wiesbaden erneut gestreikt. Die Streiks starten mit der Frühschicht an und enden mit der Spätschicht.

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In Wiesbaden streiken Busse

In Wiesbaden sollen alle Buslinien und -fahrten von ESWE Verkehr streiken. Ebenso kann es auf den Buslinien von Wiesbaden nach Mainz sowie im Rheingau-Taunus- und im Main-Taunus-Kreis zu Ausfällen kommen. Wie die Verkehrsgesellschaft am gestrigen Montag mitteilte, sollen die S-Bahnen, die Rheingaulinie sowie die „Ländchesbahn“ trotz des Streiks planmäßig fahren.

Auch im Kreis Groß-Gerau kann es durch gebietsübergreifende Fahrten in der Region zu Problemen und Ausfällen im öffentlichen Personennahverkehr kommen.

Keine U-Bahnen und Straßenbahnen in Frankfurt

In Frankfurt soll es zu Warnstreiks bei Straßenbahnen und U-Bahnen kommen. S-Bahnen, Regionalzüge und Busse hingegen sollen in Frankfurt planmäßig fahren und so eine Alternative bieten. Auch der Schienenersatzverkehr der U-Bahnlinien 6 und 7 zwischen Bockenheimer Warte, Westend, Alter Oper und Taunusanlage soll wie gewohnt fahren.

„Arbeitgeber haben das Signal nicht verstanden“

Verdi begründet den erneuten Aufruf damit, dass die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) auch „weiter nicht zu Verhandlungen über einen bundesweiten Tarifvertrag bereit“ sei. „Die Arbeitgeber haben das Signal nicht verstanden“, so der Vize-Bundesvorsitzende Christine Behle.

Mit den Warnstreiks will die Gewerkschaft einen bundesweiten Tarifvertrag für die rund 87.000 Beschäftigten im öffentlichen Personennahverkehr durchsetzen. Dadurch sollen regionale Regelungen ergänzt und wichtige Punkte einheitlich geregelt werden. Bislang lehnte die VKA allerdings mit dem Verweis auf die laufenden Verhandlungen in den Regionen ab.

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