Bild: Svetlana Schuster

Nachrichten Wiesbaden | Aeham Ahmad, „Pianist aus den Trümmern“ und Andreas Lukas stellen ihr neues Buch vor. Erleben Sie die erste Präsentation am 19. März von „Taxi Damaskus“ in der Galerie Rubrecht Contemporary, Büdingenstraße 4-6 in der Landeshauptstadt Wiesbaden.

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Das Buch erzählt Geschichten aus dem Leben der Taxigäste

„Steigen Sie ein in mein gelbes, bescheidenes Taxi, mit dem ich tagein und tagaus durch diese turbulente Stadt fahre und meinen Lebensunterhalt verdiene! Ich freue mich sehr, dass ich Sie auf den Fahrten durch mein geliebtes Damaskus mitnehmen darf und Sie mich auf meiner Tour begleiten. Meine Fahrgäste erzählen ihre Geschichten und Erlebnisse aus dem Kriegsalltag, der tiefe Spuren in den Seelen der Menschen hinterlassen hat. Es sind Geschichten aus der täglichen Realität in unserem gebeutelten Land Syrien und aus der Hauptstadt Damaskus, verknüpft mit den Sehnsüchten und Hoffnungen der Menschen.“

Ein gemeinsamer Abend in Wort- und Klangfarben am 7. November 2019 brachte den Musiker Aeham Ahmad (Pianist aus den Trümmern) und den Autor Andreas Lukas näher zusammen. Das Ergebnis dieser Begegnung ist das neue Buch „Taxi Damaskus“, Geschichten, welche die Fahrgäste dem Taxifahrer in seinem Wagen während der Fahrt erzählen. Sie schildern die Realität aus dem oft harten Alltag der Menschen in Damaskus und in Syrien. Aus früher fröhlichen und oft lustigen Geschichten sind traurige, schicksalsreiche und nicht immer leicht zu ertragende geworden.

Mit dem Buch wollen die beiden Autoren einen genaueren Eindruck vermitteln von den Gegebenheiten, mit und unter denen die Bewohner in Syrien leben müssen. Oft ist es nicht einfach, das tägliche Leben zu meistern. Für viele ist allein die Versorgung mit notwendigem Essen und sauberem Trinkwasser eine große Herausforderung. Steigen Sie also ein in das Taxi und lassen sich von Ahmed, dem Taxifahrer mitnehmen. Seine hautnahen Geschichten werden untermalt mit drei Gedichten von Andreas Lukas mit den Hoffnungen und Sehnsüchten der Menschen, ausgewählten Fotos aus dem Alltag sowie Bildern mit Motiven aus Damaskus des syrischen Malers Ibrahim Doudieh, der in Nürnberg lebt.

Mehr zu den Autoren des Buchs

Aeham Ahmad, palästinensisch-syrischer Flüchtling aus Yarmouk, einem Vorort von Damaskus, lebt mit seiner Familie in Deutschland. Früh förderte sein blinder Vater das musikalische Talent des Jungen. Mit vier Jahren begann Aeham Keyboard zu spielen, mit sieben erhielt er Klavierunterricht im renommierten Arabischen Institut in Damaskus. Später studierte er Musikpädagogik in Homs. Bei seinen zahlreichen Konzerten begeistert er die Zuschauer immer wieder mit der Intensität seiner Lieder und der Virtuosität seines Klavierspiels. Neben Stücken von Beethoven und Mozart trägt er vor allem eigene Kompositionen, seine fröhlichen, traurigen Lieder gegen Krieg, Hunger und Gewalt vor. Aeham Ahmad erhielt im Dezember 2015 den „Internationalen Beethovenpreis für Menschenrechte“ der Beethoven-Akademie, Bonn.

Dr. Andreas Lukas, aufgewachsen im Saarland, lebt in Wiesbaden. Studium in BWL und Promotion in Politikwissenschaft. Er wirkte in der Verlags- und Medienlandschaft u. a. als Chefredakteur, Verlagsleiter, Herausgeber und Autor zu Führungs- und Personalthemen. Er schrieb das vielbeachtete Buch „Abschied von der Top-Down-Kultur – Verantwortungsbewusst führen, besser miteinander umgehen“. Andreas Lukas ist heute als Autor und freier Journalist tätig. Sein zweiter Roman „Die ungleichen Gleichen“, die Begegnung zweier junger Menschen, sie auf dem Lande aufgewachsen, er Flüchtling, führte ihn mit dem Musiker aus Damaskus zusammen. Bei den Planet Awards 2019 erreichte Andreas Lukas den Platz 4 bei „Künstler des Jahres“, Platz 5 bei „Autor des Jahres“ und Platz 6 bei „Buch des Jahres“. Im Dezember 2019 war er für den Radio-Sonderpreis zum Berliner Literaturpreis „Wortrandale“ nominiert.

Tickets gibt es unter https://www.rubrecht-contemporary.com/events/ oder unter der Rufnummer 0176 – 816 650 31 sowie im Vorverkauf bei der Boutique Nizza des Nordens, Kranzplatz 5-6, 65183 Wiesbaden. Der Eintritt kostet 12 Euro pro Person.

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