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Ältere und vorerkrankte Personen sind besonders gefährdet sich mit dem Coronavirus zu infizieren. Bei ihnen verläuft die Krankheit um einiges schlimmer als bei jungen und gesunden Menschen. Im Netz und dem Messenger-Dienst WhatsApp entstehen daher aktuell immer mehr Hilfsgruppen, um gefährdete Personen zu unterstützen. Einkaufen, den Hund ausführen und Postgänge werden unter anderem angeboten. Aufgrund der Schulschließungen bieten auch immer mehr Eltern untereinander eine Kinderbetreuung an. Doch diese Hilfsbereitschaft ist nur bis zu einem gewissen Grad gut und förderlich. Sie bewirken eher das Gegenteil.

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Der Kontakt mit älteren Menschen sollte vermieden werden

Der direkte Kontakt mit besonders gefährdeten Menschen sollte vermieden werden. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt generell 1-2 Meter Abstand. Besonders bei Personen, die sowieso schon gefährdet sind, sollte man darauf achten, diese nicht ungewollt anzustecken, denn auch wenn man keine Symptome zeigt, könnte man erkrankt sein oder die Viren durch das Händeschütteln. Die Einkäufe vor der Tür abzustellen ist hier beispielsweise eine gute Möglichkeit. Allein schon ein Anruf, bei Personen, die derzeit nicht vor die Tür können oder wollen kann schon Helfen, dass diese sich nicht komplett sozial abgeschottet fühlen. Wenn sich der Kontakt nicht gänzlich vermeiden lässt, sollte man aber unbedingt auf die entsprechenden Hygienemaßnahmen achten.

Social Media und WhatsApp Gruppen sollten eingestellt werden

Aufgrund der aktuellen Lage sollten Social Media Gruppen mit Hilfsangeboten eingestellt werden. Gehen Sie lieber den Weg über die Nachbarschaft, legen Sie ihrem Nachbar einen Zettel an die Tür und fragen Sie nach Hilfe oder bieten Sie diese an. So kann die Ausbreitung nicht über mehrere Haushalte erfolgen. Schützen Sie sich und Ihre Mitmenschen und beachten Sie die Vorgaben der Virologen und Forscher. Bereits infizierte ohne Symptome können durch die Hilfsangebote den Virus weit verbreiten. Auch Datenschützer kritisieren diese Gruppen und sehen eine Gefährdung der Teilnehmer durch ungeprüfte Mitglieder.

Empfehlung von einem der führenden Virologen

Die Hilfe darf nicht dazu führen, dass sich die Menschen immer weiter untereinander mit dem Virus anstecken. Deutschlands führender Virologe Christian Drosten warnt auch davor, Kinder „systemrelevanter“ Eltern (Feuerwehr, Polizei, Ärzte, Pfleger, etc.) in neuen Gruppen zu betreuen.

„Kinder von kritischen Berufsgruppen in Notbetreuung nicht neu gruppieren. Hierdurch entstehen neue primäre und sekundäre Kontaktnetzwerke (Eltern) die Infektion wird dadurch befeuert“, schreibt er auf Twitter. Er macht außerdem darauf aufmerksam, dass junge Kinder neue Gruppen und Betreuer psychisch nur schwer verkraften. Dadurch steige die Belastung der Eltern ebenfalls. Sein Tipp: „Bestehende Gruppen ausdünnen. Gruppen und Betreuer / Lehrer lassen wie sie sind, nur deutlich weniger Kinder pro Gruppe oder Schulklasse betreuen.“

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