Das Hessische Umweltministerium warnt aufgrund der weiterhin trockenen Witterung und der angestiegenen Temperaturen vor einer erhöhten Brandgefahr in den hessischen Wäldern. Nach aktuellen Daten des Deutschen Wetterdienstes besteht in Hessen überwiegend mittlere Waldbrandgefahr und insbesondere in Südhessen lokal hohe Waldbrandgefahr. Erst im Laufe der nächsten Woche wird mit voraussichtlich zunehmenden Niederschlägen die Gefahrenlage deutlich zurückgehen.


Vertrocknetes Reisig und Laub leicht brennbar

Bevor im Frühjahr bei Sträuchern, Bäumen und Bodenvegetation frisches Grün stärker ausgetrieben ist, stellen vertrocknetes Reisig und Laub sowie Gras des Vorjahres auf den Waldböden ein potentiell leicht brennbares Material im Wald dar. Regional kommt in diesem Jahr noch Reisigmaterial aus den zurückliegenden Sturm- und Borkenkäferschäden insbesondere aus 2019 und 2020 hinzu. Bedingt durch die vorwiegend feuchte Witterung im Winter und in der ersten Märzhälfte war die Waldbrandgefahr bislang eher gering. Im Jahr 2020 kam es in Hessen zu insgesamt 102 Waldbränden mit einer Schadfläche von rund 26 Hektar.

Aktuell wird der Wald intensiv für Spaziergänge und sportliche Aktivitäten genutzt. Das Umweltministerium bittet alle Besucher um erhöhte Vorsicht und Aufmerksamkeit. Im Wald ist das Rauchen grundsätzlich nicht gestattet. Waldbrandgefahr geht auch durch achtlos aus dem Fahrzeugfenster geworfenen Zigarettenkippen entlang von Straßen aus.

Im Notfall die 112 wählen

Die Bevölkerung wird zudem gebeten, sämtliche Einfahrten in Feld und Wald freizuhalten. Im Ernstfall sind dies unverzichtbare Rettungswege. Jedes Feuer muss zudem umgehend unter der Notrufnummer 112 der Feuerwehr gemeldet werden. Wenn möglich, sollten die Einsatzkräfte eingewiesen werden.