Symbolfoto Friedhof: Pixabay

77 886 Menschen sind im August in Deutschland gestorben. Das sind 4237 Fälle mehr als im Durchschnitt der vier Jahre davor, das entspricht einer „Übersterblichkeit“ von 6 Prozent. Das Statistische Bundesamt sieht aber nicht den Corona-Virus als Ursache für den Anstieg.

„Die erhöhten Sterbefallzahlen stehen in einem zeitlichen Zusammenhang mit der Hitzewelle in diesem Monat“, teilt das Statistische Bundesamt mit. Das habe sich besonders in der Zeit zwischen dem 10. und 16. August gezeigt. In dieser Woche lag die Sterblichkeit um rund 20 Prozent über der des vergleichbaren Zeitraums in den Vorjahren.

Ein Zusammenhang zwischen erhöhten Sterbefällen und Hitzewellen habe es schon öfters gegeben, teilte das Amt mit. Doch üblicherweise stiegen normal die Temperaturen eher im Juli derart extrem an. In diesem Jahr war aber der August überdurchschnittlich warm, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilt.

135 Covid-Tote

Auf Covid-19 sind die erhöhten Sterbezahlen laut Statistischem Bundesamt nicht zurückzuführen: Nach den Zahlen des Robert-Koch-Instituts starben im August 135 Menschen in Deutschland, bei denen zuvor eine Covid-19-Erkrankung bestätigt worden ist. Im April waren es 6034 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Entsprechend lag die Übersterblichkeit im April insgesamt bei 10 Prozent höher als die Übersterblichkeit im gleichen Monat der Vorjahre. Die gesamten Fallzahlen veröffentlicht das Statistische Bundesamt hier.

Derzeit veröffentlich das Statistische Bundesamt Zahlen, die nur als „vorläufig“ gelten. Die gemeldeten Fallzahlen werden zusammen gerechnet. Für die endgültigen Zahlen werden die Daten auf Plausibilität und Vollständigkeit geprüft. Die vorläufigen Zahlen stehen in der Regel nach einer Bearbeitungszeit von etwa vier Wochen zur Verfügung. Grundlage ist das Sterbedatum, nicht der Tag, an dem der Fall gemeldet wurde.