Straßenbahn - Foto: Chiara Forg | Torsten Rohe - Quelle: CDU Mainz

Nachrichten Mainz | Beate Walter wird des Öfteren an Haltestellen in der Mainzer Neustadt und der Innenstadt von den Straßenbahn-Fahrern stehen gelassen (wir berichteten). Grund dafür ist ihr Rollator, auf den sie wegen ihrer Krankheit angewiesen ist. Boost your City hat mit Torsten Rohe, dem Kreisvorsitzenden der Jungen Union Mainz gesprochen.

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Bus und Bahn sollten für alle nutzbar sein

„Das Problem war uns so gar nicht bekannt. Es ist natürlich sehr bedauerlich, dass einige Personen stehen gelassen werden obwohl immer wieder auf den ÖPNV hingewiesen wird und man die Menschen dazu ermutigt, diesen zu nutzen. Wenn man den öffentlichen Personennahverkehr immer wieder lobt und betont wie gut er für das Klima und die Menschen ist, dann sollte er auch für alle nutzbar sein.“, sagte Torsten Rohe, der außerdem CDU-Stadtbezirksvorsitzender der Mainzer Neustadt ist.

Nicht jeder mit Rollator benötigt Hilfe

Natürlich benötigt nicht jeder mit Rollator die Rampe, so wie das bei Rollstuhlfahrern der Fall ist. Doch wer den Rufknopf für Menschen mit Behinderungen an den Türen der öffentlichen Verkehrsmittel drückt, dem sollte auch geholfen werden, betont Torsten Rohe. Es ließe sich schließlich niemand gerne bei Dingen helfen, die man auch selbst erledigen kann.



Das Problem kann früher oder später jeden betreffen

Es gehe dabei auch nicht nur um Menschen, die keine andere Möglichkeit als den ÖPNV haben. Viel mehr betreffe es auch ältere Menschen, die gerne freiwillig auf das Autofahren verzichten würden und einen Rollator benötigen. Diese sollten nicht aus Angst stehen gelassen zu werden davor zurückschrecken, die öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. „Früher oder später kann das also ein Problem für jeden von uns werden“, betont der Politiker.

„Da muss auf jeden Fall etwas passieren“

Laut Rohe ist das ein Problem, das in jedem Fall von der Politik in Angriff genommen werden sollte. Das möchte er auch tun. „Wir werden uns mit der Mainzer Mobilität in Verbindung setzen und sie zunächst darum bitten, ihre Vorschriften entsprechend zu ändern. Sollte das nicht umgesetzt werden, dann werden wir sie dazu auffordern. Da muss auf jeden Fall etwas passieren und ich denke es sollte kein großes Problem sein, das in den Richtlinien umzusetzen. Da dürfen auch die Kosten keine Rolle spielen und kein Argument sein.“, erklärt Torsten Rohe abschließend.

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