Symbolfoto: Pixabay

Bilder von Tierquälerei, verblutenden Hunden, Müllsäcken voller Katzen und Gewalt gegen Affen sorgten für einen weltweiten Schock bei den Menschen. Nach den größten Protesten der deutschen Tierschutzgeschichte zieht das Land Niedersachsen endgültig den Schlussstrich. Das LPT Versuchslabor in Mienenbüttel verlor am 17.01.2020 die Betriebsgenehmigung. Der Verantwortliche gilt als unzuverlässig. “Ein einzigartiger Vorgang und ein fantastischer Erfolg des friedlichen Widerstandes gegen die grausamen und sinnlosen Tierversuche”, bestätigt Friedrich Mülln vom SOKO Tierschutz.

 

Die verliebenen Versuchstiere werden dem Tierschutz übergeben. Bereits zahlreiche Katzen und Hunde konnten bisher gerettet werden. Die Affen wurden zuvor an einen niederländischen Händler für Versuchstiere verkauft. Für sie kam jede Rettung zu spät. Gut 200 Tiere werden aber freikommen.

Weitere Forderungen werden laut

Nun fordern die Tierschützer, dass auch die anderen beiden LPT Labore in Neugraben (Hamburg) und Löhndorf (Schleswig-Holstein) geschlossen werden. Wie eine Zeugin berichtete, mussten dort Kaninchen unter Todesqualen sterben. Grund hierfür sei nicht ausreichend verabreichtes Betäubungsmittel und die Vertuschung der hohen Sterberate von Ratten bei einer Studie durch die Substanz.

Jemand, der als Risiko für Mensch und Tier eingestuft wird, dürfe nicht ein paar Kilometer weiter auf die Tiere losgelassen werden, mahnt der SOKO Tierschutz Sprecher.

Von der Politik erwartet die Organisation nun eine Kehrtwende im bereich Tierversuche. Die Zustände blieben viel zu lange unaufgedeckt, das System Tierversuche mit allen Folgen sei außer Kontrolle. “Wir fordern von der Politik die Kontrollen der Tierlabore massiv zu verstärken, nur noch Personal mit abgeschlossener Ausbildung zu erlauben und dass alle Versuche genehmigt werden müssen.”

Ein Plan zum kurzfristigen Ausstieg aus den Tierversuchen sei nötig. Sie seien sinnlos, teuer, gefährlich und grausam. Tierversuchslabore werden nur alle paar Jahre geprüft und das häufig mit Voranmeldung. Gifigkeitstests müssen nicht überprüft bzw im Einzelfall genehmigt werden.