Nachrichten Bad Kreuznach | An diesem späten Samstagabend (13. Februar 2021) gegen 22:55 Uhr kam es zu einem Großeinsatz der Feuerwehr in Bad Kreuznach. Eine Frau kam bei dem Gebäudebrand ums Leben. Das Technische Hilfswerk (THW) war vor Ort fast 24 Stunden im Einsatz. BoostyourCity war an diesem Sonntagabend (14. Februar 2021) erneut vor Ort, um mit dem THW über den Einsatz zu sprechen.


Das einsturzgefährdete Haus wurde abgestützt

Wie Alexander Steinruck, Pressesprecher des THW Wörrstadt vor Ort gegenüber BYC-News mitteilte, waren die Einsatzkräfte bereits seit Sonntagmorgen um 4:20 Uhr vor Ort im Einsatz. Alarmiert wurde von der Feuerwehr zunächst das THW Bad Kreuznach, um Fachberatung von einem Baufachberater zu erhalten. Weil Bad Kreuznach zur Zeit keinen eigenen Baufachberater hat, wurden die Spezialisten aus Wörrstadt und Mainz alarmiert. Zunächst fuhr der Baufachberater aus Mainz zur Einsatzstelle, der dann im späteren Verlauf von dem Baufachberater aus Worms abgelöst wurde. Die beiden sind gleichzeitig Statiker und haben vor Ort die Lage beurteilt. Nach Besichtigung der Hausfassade wurde dann das weitere Vorgehen mit einem zuständigen Mitarbeiter der Stadt Bad Kreuznach abgestimmt, der ebenfalls vor Ort war.

Weil das Haus einsturzgefährdet war, haben die Einsatzkräfte des THW das betroffene Haus und die Nachbargebäude abgestützt, damit diese nicht umstürzen und die nebenstehenden Häuser nicht beschädigt werden. Rene Helker, Pressesprecher des THW Bad Kreuznach, erklärte vor Ort gegenüber Boost your City, wie die Einsatzkräfte beim Abstützen vorgehen. Die Häuser wurden mit Holzbalken gestützt, die zunächst auf die passende Größe zurecht geschnitten werden. Im Anschluss daran werden diese entsprechend aufgestellt und verhindern somit ein Umstürzen der Hausfassaden.

THW im Einsatz in Bad Kreuznach | Foto: BYC-News | Boost your City

41 Einsatzkräfte vom THW waren im Einsatz

Das Technische Hilfswerk hatte sich vor Ort selbst mit warmen Getränken und Lebensmitteln versorgt. Diese wurden vom THW Bad Kreuznach zur Verfügung gestellt. Gegen 3:00 Uhr am frühen Montagmorgen konnte der Einsatz vom Technischen Hilfswerk beendet werden.

Vor Ort im Einsatz waren insgesamt 41 Einsatzkräfte des THW aus den Ortsverbänden Mainz, Wörrstadt, Worms, Koblenz, Bad Kreuznach und Bingen. Die unterschiedlichen Ortsgruppen des Technischen Hilfswerks sind jeweils auf unterschiedliche Bereiche spezialisiert, erklärt Helker. Das THW Koblenz beispielsweise habe Prismen an der Hauswand fixiert. Mit diesen kann man dauerhaft überprüfen, ob sich die Wand noch bewegt. Die Ortsgruppe Bingen hingegen kam mit einem speziellen Abstützsystem (ASH) zur Einsatzstelle. Dieses wurde eingesetzt, um die gesamte Einsatzstelle zusätzlich abzusichern. Durch diese unterschiedlichen Fähigkeiten und Spezialisierungen, arbeiten die Ortsgruppen häufig zusammen und werden vor allem bei größeren Einsätzen gemeinsam alarmiert.