Zu Besuch im AWO-Seniorenzentrum in Laubach. Foto: Karin Richter

Laubach. Keine Kontakte zu Menschen außerhalb. Auch nicht zu engen Verwandten. Für Bewohner von Heimen war die Kontaktsperre im März und April mit am härtesten. Die IKK Südwest unterstützte daher ein digitales Projekt, das helfen sollte, die Einsamkeit so weit wie möglich zu lindern.

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Bis zum 1. Juli keinerlei persönliche Kontakte mit Außenstehenden. Seitdem muss sich immer noch jeder, der dort Freunde oder Angehörige besucht, am Eingang Fieber messen lassen und ausführlich Handhygiene betreiben. Die Auflagen im AWO-Seniorenzentrum Laubach sind hart.

Hart – aber erfolgreich: Bisher gibt es keinen Corona-Fall, wie Heimleiter Jürgen Gerz feststellt. Um diesen Erfolg erreichen zu können, musste er vorübergehend Ziele aufgeben, für die sein Haus sonst steht: eine gute Integration der Bewohner in den Alltag vor Ort, viele Besuche und ein starker Austausch mit Verwandten und eine Verankerung in der Laubacher Nachbarschaft.

Programm schnell ausgeweitet

Um die Situation zu verbessern, half die IKK Südwest mit zwei neuen Tablets. Gerz erzählt, wie es funktioniert hat: „Wir hatten bereits ein Tablet, da kamen die beiden zusätzlich zur Verfügung gestellten gut an. Damit können wir das Aktivierungsprogramm für unsere Bewohner ausweiten.“ Für die Tablets ist eigens eine Software entwickelt worden, die an die Bedürfnisse älterer Menschen angepasst ist.

Insgesamt hat die IKK Südwest 200 solcher Geräte gespendet. Ursprünglich geplant waren 100 Geräte. Doch der schnell sichtbare, erste Erfolg habe die Krankenkasse dazu bewegt, das Programm auszuweiten, sagt IKK-Vorstand Professor Jörg Loth. Zusammen mit Regionaldirektor Ulf Wolfs hat er das AWO-Seniorenzentrum nun besucht.

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