Der Landkreis Mainz-Bingen geht in der Corona-Krise einen weiteren großen Schritt in der optimalen Ausstattung für den digitalen Unterricht. In seiner jüngsten Sitzung hat der Kreisausschuss beschlossen, sämtliche Schüler in den weiterführenden Schulen des Landkreises zeitnah mit Tablets auszustatten.

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„Wir gehen davon aus, dass der Unterricht an den Schulen eine längere Zeit nur mit Einschränkungen stattfinden wird“, sagte der zuständige 1. Beigeordnete Steffen Wolf. Deshalb müssen die Kinder auch zu Hause gut unterrichtet werden können. Dafür wolle man nun die Voraussetzungen schaffen. 17.388 Tablets werden angeschafft, die für den Ausleihzeitraum von vier Jahren 8,1 Millionen Euro kosten. Davon entfallen auf den Kreis 1,03 Millionen Euro. Erwartet werden zudem Zuschüsse von Land und Bund und es gibt ein Elternbeteiligungsmodell mit sozialer Komponente.

Die Basis ist dabei die Lernmittelfreiheit

Der Verwaltung und auch dem Kreisausschuss war die soziale Komponente dabei enorm wichtig. So sollen diejenigen Kinder, deren Familien finanziell nicht so gut gestellt sind, als erstes zum Zug kommen. „Damit sollen auch schnell die Kinder gut beschult werden können, die vielleicht zu Hause bisher kein Tablet zur Verfügung haben“, sagte Steffen Wolf. Und Landrätin Dorothea Schäfer fügte hinzu: „Es ist gut, dass wir diese soziale Ungerechtigkeit ausgleichen können.“ Die Basis ist dabei die Lernmittelfreiheit: Wer also nichts für die Schulbücher zahlen muss, muss auch für das Tablet nichts zahlen.

Für alle anderen Eltern fallen monatliche Kosten in Höhe von sieben Euro an. Dafür sind dann neben dem Endgerät auch die Software, der Service, Schulungen und der Austausch der Geräte in aktuellere Modelle nach vier Jahren inbegriffen: „Das ist ein guter Gegenwert“, sagte Steffen Wolf: „Die Bildung wird digital.“

Mainz-Bingen ist der Bildungslandkreis Nummer eins

Während der Corona-Pandemie hat sich gezeigt, dass der Landkreis Mainz-Bingen seine Schulen hervorragend ausgestattet hat und damit einen sehr guten Einstieg ins sogenannte „Homeschooling“ ermöglichen konnte, bemerkt der 1. Kreisbeigeordnete. Die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte hätten nunmehr hautnah erlebt, wie notwendig die Digitalisierung für den Schulunterricht sei. Diese Erfahrungen und das tolle Engagement der Lehrkräfte und Schüler soll nun fortgeführt werden und so sei es nur konsequent, die ursprünglich auf vier Jahre geplante Ausstattung der Schülerschaft in den Kreisschulen mit Tablets nun schneller vorzunehmen. Die Nutzung hängt von den Planungen in den einzelnen Schulen ab: „Der Kreis setzt die Medienkonzepte gemeinsam mit den Schulen um. Die Technik folgt also immer der Pädagogik“, sagt Steffen Wolf. Auch der Tabletpool für die Lehrkräfte wird angemessen ausgestattet, um eine möglichst flexible Unterrichtsgestaltung zu ermöglichen. Diese Tablets können über den Digitalpakt „Schule“ erworben werden. „Damit bestätigt sich wieder einmal: Mainz-Bingen ist der Bildungslandkreis Nummer eins. Wir sind auf dem richtigen Weg“, sagt Landrätin Dorothea Schäfer abschließend.

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