Luftaufnahme Stadt Mainz | Foto Oliver Kargl-Konz

Nachrichten Mainz | In der kommenden Ortsbeiratssitzung wird auch die Pfitznerstraße in der Mainzer Neustadt thematisiert werden. Diese war bislang dem Komponisten Hans Pfitzer gewidmet. Doch weil der Komponist zahlreiche antisemitische Schriften veröffentlichte, besteht parteiübergreifend Einigkeit darüber, dass ihm die Straße nicht mehr gewidmet sein sollte.

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Straße soll einem Anatomie-Professor gewidmet werden

Ein entsprechender Vorschlag wurde bereits von der Arbeitsgemeinschaft „Historische Straßennamen“ gemacht. Für die CDU wird Karsten Lange im Ortsbeirat Mainz-Neustadt beantragen, den Straßennamen stattdessen Wilhelm Pfitzner, dem deutschen Professor für Anatomie zu widmen. Das Straßenschild soll dann um ein Schildhinweis „Wilhelm Pfitzner – dt. Anatom“ ergänzt werden, um die Widmung zu verdeutlichen. Der Anatomie-Professor war der Namensgeber der Pfitzner’schen Körner. Sie gehören zur granulären Struktur der Chromosomen.

Karsten Lange dazu

„Die Umwidmung anstelle der Umbenennung hat den Vorteil, dass Stadtpläne nicht geändert werden müssen, die Anwohner keine neue Anschrift bekommen und unterm Strich viel weniger Kosten bei Stadt und Bürgern entstehen“, so Lange. Aufgrund der schwerwiegenden Vorteile könne man darüber hinwegsehen, dass Wilhelm Pfitzner nicht in Mainz gewirkt hatte. „Alleine die Lebensleistung von Wilhelm Pfitzner im Bereich der Anatomie rechtfertigt die Widmung eines Straßennnamens nach ihm. Wo sich Straßenumbenennungen vermeiden lassen, sollte man darauf verzichten. Eine Umwidmung tut es hier auch.“, erklärte Lange.

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