Steinbruch in Trechtingshausen | Foto: Chiara Forg

Nachrichten Bingen | Die Faszination, die von einem Steinbruch im Betrieb ausgeht, ist für viele Menschen groß. Aus diesem Grund soll der Steinbruch Trechtingshausen zur touristischen Attraktion werden. Boost your City hat vor Ort mit Dr. Willem Douw, dem Betriebsleiter der Hartsteinwerke Sooneck GmbH darüber gesprochen, was in Zukunft geplant ist.

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Einblicke in das Betriebsgeschehen

Egal ob Touristen oder Bewohner von Trechtingshausen – viele sind fasziniert von dem imposanten Steinbruch und fragen sich, was dahinter steckt. Genau das soll ab 2021 klarer und transparenter werden. Für interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Touristen soll es rund um den Steinbruch verteilt möglich sein, sich zu informieren und Einblicke in das Betriebsgeschehen zu erhalten.

Er erklärt dazu, dass Menschen, die zum Beispiel mit dem Schiff von Bingen nach Sankt Goar fahren und sich nicht auskennen, oft erstaunt sind über „dieses große Loch“, den Steinbruch. Dies könne man schon vor Beginn oder während der Schifffahrt erklären, so der Betriebsleiter, dann wären die Leute nicht mehr so verdutzt und würden die Bedeutung des Steinbruchs kennen.

Aussichtspunkte mit Informationstafeln

Entwickelt werden soll auch ein lokales Wegenetzwerk, das um den Steinbruch herum führt. Damit sollen Wanderer oder Radfahrer, die die Gegend von Trechtingshausen erkundenden, gezielt zu dem Steinbruch und um diesen herum geführt werden. An bestimmten Aussichtspunkten soll man dann Einblicke in das Betriebsgeschehen bekommen ohne den Betriebsablauf zu stören und ohne sich selbst dabei zu gefährden. Mögliche Aussichtspunkte in den Steinbruch hinein wären zum Beispiel die Bruchkante in der Nähe des Pfaffenfelsens oder auch die Burg Sooneck.

Dort sollen dann auch Informationstafeln stehen, damit die Menschen den Steinbruch und die Arbeit dort nicht nur sehen sondern sich bei Bedarf auch informieren können. Der Fokus der Informationstafeln soll dabei auf der historischen Dimension aber auch auf der Bedeutung des Steinbruchs heutzutage liegen.

Verladestellen in Trechtingshausen und Waldalgesheim

Dr. Willem Douw erklärt in dem Gespräch, dass auch die Schiffsverladestelle am Rhein in Trechtingshausen immer wieder auf viel Interesse der Menschen trifft. Auch hier könne man entsprechende Informationstafeln platzieren, so der Betriebsleiter. Möglich wäre es auch, eine Fahrradroute vom Rhein zu den Aussichtspunkten rund um den Steinbruch einzurichten und somit eine direkte Verbindung der einzelnen Punkte zu schaffen.

Das Mittelrheintal wurde in der Vergangenheit viel für den Bergbau genutzt, erklärt Dr. Willem Douw. So gab es auch in Waldalgesheim ein Bergwerk, das sein Material mittels einer Seilbahn über zehn Kilometer bis zur Verladestelle in Trechtingshausen transportiert hat. Die Idee ist nun, genau diese Verladestelle der Seilbahn in Waldalgesheim  holographisch darzustellen und wieder sichtbar zu machen.

Verladestelle in Waldalgesheim

Ausblick auf die Bundesgartenshow 2029

Die Pläne, welche die Hartsteinwerke Sooneck GmbH für den Steinbruch hat, werden vermutlich besonders im Jahr 2029 ein großer Vorteil sein. Denn in diesem Jahr soll die Bundesgartenschau in der Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal stattfinden. Den Steinbruch bis dahin als touristische Attraktion „herauszuputzen“, könnte dann zahlreiche Besucherinnen und Besucher der Buga2029 zu dem Steinbruch und damit auch in die Gemeinde Trechtingshausen bringen. Mehr dazu im nächsten Teil der Serie zum Steinbruch in Trechtingshausen…

Serie über die Hartsteinwerke Sooneck GmbH:
Teil 1: Hartsteinwerke Sooneck: Die Geschichte vom Steinbruch Trechtingshausen
Teil 2: Erweiterungen vom Steinbruch Trechtingshausen sind notwendig
Teil 3: Steinbruch Trechtingshausen soll Touristenattraktion werden

Teil 4: Steinbruch Trechtingshausen als Attraktion der Buga2029 geplant
Teil 5: Hartsteinwerke Sooneck: Steinbruch Trechtingshausen wird leiser und sauberer

Video vom Steinbruch Trechtingshausen: 

 

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