Nachrichten Wiesbaden | An diesem Mittwochabend (27.01.2021) verstarb Hans-Martin Kessler. Der Bau- und Stadtentwicklungsdezernent verstarb überraschend im Alter von nur 55 Jahren. Er hinterlässt seine Ehefrau mit der er seit 23 Jahren verheiratet war sowie einen 22-jährigen Sohn und eine 20-jährige Tochter.


28 Jahre lang Stadtverordneter in Wiesbaden

In der Zeit von 2015 bis 2017 war er als Kreisgeschäftsführer für die CDU verantwortlich. Von 1989 bis zu seinem Amtsantritt als Baudezernent im Jahr 2017 saß Kessler auch in der Stadtverordnetenversammlung Wiesbadens.

Während seiner Amtszeit hat Kessler Projekte wie zum Beispiel das Ostfeld in Wiesbaden ins Rollen gebracht. Auch für den Wohnungsneubau an verschiedenen Standorten der Stadt hat er sich eingesetzt. Vor seiner hauptamtlichen Arbeit in der Stadtverwaltung der hessischen Landeshauptstadt war Kessler selbstständiger Mediaplaner und Mitarbeiter in verschiedenen Werbe- und Kommunikationsagenturen.

Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und Bürgermeister Dr. Oliver Franz zeigen sich zutiefst betroffen

Auf Wunsch der Familie von Hans-Martin Kessler äußerte sich die Stadt Wiesbaden erst an diesem Freitag (29.01.2021) dazu.

„Die Nachricht über seinen Tod kam für uns alle plötzlich und unerwartet und erschüttert uns. Wir verlieren einen langjährigen Weggefährten und Kollegen. Antrieb und Ziel seiner politischen Arbeit als profilierter, kenntnisreicher und visionärer Bau- und Planungspolitiker waren immer die zukunftsweisende Gestaltung der Landeshauptstadt Wiesbaden. Mit seinem Namen sind wegweisende Projekte für den Wohnungsbau und die Stadtentwicklung verbunden. Ganz persönlich möchten wir den sachlichen und kollegialen Umgang würdigen, den wir in der Zusammenarbeit mit Hans-Martin Kessler erfahren durften. Wir sind alle tief betroffen und traurig“, teilen Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und Bürgermeister Dr. Oliver Franz im Namen des gesamten Magistrats mit. Kessler habe auch in aufgeregten Zeiten stets den richtigen, sachlichen Ton getroffen. Er sei bei Kolleginnen und Kollegen sowie bei städtischen Partnern und Politikern geschätzt gewesen. „In unzähligen Debatten und wegweisenden Entscheidungsprozessen hat er als angesehener Fachmann maßgeblich zur Entwicklung der Stadt beigetragen. In Gedanken sind wir bei seiner Familie und seinen Angehörigen und wünschen ihnen viel Kraft in diesen schweren Stunden.“

Virtuelles Kondolenzbuch

Die Landeshauptstadt Wiesbaden richtet auf der städtischen Homepage unter www.wiesbaden.de/trauer-kessler ein virtuelles Kondolenzbuch ein. Dort haben  Bürger die Möglichkeit einen Abschiedsgruß zu hinterlassen. Sowohl im Foyer des Rathauses als auch im Stadtplanungsamt Wiesbaden werden Gedenktische eingerichtet. Diese sind allerdings aufgrund der Corona-Beschränkungen nicht öffentlich zugänglich. Deshalb werden dort auch keine Kondolenzbücher ausliegen. Als Zeichen der Trauer wurden die Fahnen am Rathaus für den heutigen Freitag mit einem Trauerflor versehen.