Quelle: Stadtpolizei Frankfurt

Nachrichten Frankfurt | Das Osterwochenende hat alle vor besondere Herausforderungen gestellt. Während der aktuellen Corona-Krise und dem damit verbundenen Kontaktverbot hatte die Frankfurter Stadtpolizei jede Menge zu tun. An einigen Stellen musste mehrfach verstärkt kontrolliert und eingegriffen werden, der befürchtete Ansturm ist aber ausgeblieben.

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Insgesamt 3.500 Kontrollen wurden durchgeführt

Seit Beginn der Corona-Krise befindet sich die Stadtpolizei neben der Feuerwehr und dem Gesundheitsamt im Dauereinsatz. Die Zahlen belegen, wie wichtig die Arbeit der Stadtpolizei ist. Allein für das Osterwochenende sind die Zahlen groß. Insgesamt werden 3.500 Kontrollen verzeichnet, davon 2.600 Gewerbetreibende, 700 Gaststätten und 150 Grünflächen, Parks und Spielplätze. Wie viele andere Berufsgruppen auch, befindet sich die Stadtpolizei aktuell am Limit.

Der Schutz von Leben hat höchste Priorität

Der Stadtrat und Sicherheitsdezernent Markus Frank und der Leiter der Stadtpolizei Frankfurt Matthias Heinrich loben die Kollegen: „Was die Kolleginnen und Kollegen täglich auf die Straße bringen, ist aller Ehren wert. Denn auch bei ihnen gibt es Personalengpässe und persönliche Einschränkungen, die aber keinen Einfluss auf die Arbeitsqualität und Leistungsfähigkeit haben.“ Aufgrund der Lage ist es umso wichtiger, dass sich alle Beteiligten an die geltenden Regeln halten und Rücksicht nehmen. Der Stadtrat Markus Frank berichtet weiter: „Bei allem Verständnis für die individuelle Situation etwa von Gewerbetreibenden, die Angst um ihre Existenz haben, der Schutz von Leben genießt höchste Priorität.

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Mehrere Standorte galten als Schwerpunkte

In fast allen Stadtteilen versuchten Gastronomiebetreiber und Gewerbetreibende die geltenden Regeln zu umgehen. Vor einem Friseursalon in einem Hinterhof wurde zur Tarnung der ein und ausgehenden Kunden ein Transporter als Sichtschutz geparkt. An einigen Schwerpunktstandorten musste die Stadtpolizei verstärkt werden, um nachhaltig eingreifen zu können. Dazu gehörten der Rebstockpark, das Bahnhofsgebiet, das Frankfurter Ostend und der Ortsteil Unterliederbach.

Rebstockpark: Im Parkbereich wurden von mehreren Streifen größere Gruppen festgestellt, die sich nicht an die bestehenden Abstandsregelungen gehalten haben. Ganze Großfamilien saßen zusammen, haben gegrillt und behaupteten alle unter einem Dach zu leben. Auch in Parks haben sich mehrere Familien getroffen und die Kinder haben miteinander gespielt. Die Gruppen ließen sich erst nach starker Überzeugungsarbeit der Stadtpolizei dazu bewegen, ihre Treffen aufzulösen und nach Hause zu gehen.

Ostend: Auch an der Weseler Werft haben sich Gruppen miteinander getroffen. Einige Personen trafen sich, um gemeinsam Sport zu treiben. Selbst auf Hinweise, dass das aktuell nicht erlaubt ist, waren die Gruppen nicht einsichtig und wurden sogar von anderen Parkbesuchern in ihrem Standpunkt bestärkt. Hier mussten mehrere Bußgelder verhängt werden.

Bahnhofsgebiet: Im Bereich des Bahnhofes versammelten sich immer wieder Gruppen bis hin zu einer Größe von 48 Personen. Die Stadtpolizei musste die Gruppen mehrfach auffordern sich zu verteilen. Die Gruppen kamen aber immer wieder zusammen, sobald die Stadtpolizei weiter gezogen war und mussten mehrfach wieder getrennt werden.

Unterliederbach: Hier wurde ein Motorradclub kontrolliert. Die Vereinsmitglieder waren uneinsichtig und wollten die Kontrolle durch die Landespolizei nicht zulassen. Erst nach der Rücksprache mit einer Anwältin ließen sie die Kontrolle zu. Es wurden Bußgelder verhängt.

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