Der Wettbewerb der Straßenzauberer unterhält das Publikum in der St. Wendeler Altstadt. Archivfoto: Georg Lauer
Der Wettbewerb der Straßenzauberer unterhält das Publikum in der St. Wendeler Altstadt. Archivfoto: Georg Lauer

St. Wendel. Viel mehr als Kaninchen aus dem Hut zaubern. Das wird bei der 19. Auflage des „Internationalen Wettbewerbs der Straßenzauberer“ zu sehen sein. Künstler von vier Kontinenten unterhalten drei Tage lang das Publikum in der Altstadt von St. Wendel.

Über 100 Magier haben sich um die 16 Startplätze auf dem St. Wendeler Zaubererfestival beworben, teilt Festivalleiter Georg Lauer mit: „Wir verändern jedes Jahr das Teilnehmerfeld. Zum einen wollen wir neue Gesichter und neue Shows zeigen, zum anderen legen wir natürlich großen Wert auf die Qualität der Zauberei und auf Abwechslung bei den Shows. Es wäre ja nichts langweiliger als etwa zehnmal das berühmte Becherspiel oder elfmal die sich verkettenden Ringe zu sehen.“

Mit Magic Mark ist erstmals ein Zauberer von den Philippinen dabei. “Er hat sich in England mit dem Zaubervirus infiziert und hat die Zauberei inzwischen zum Beruf gemacht”, sagt Lauer. Sammy Showtime fliegt aus Australien ein, George Gilbert aus den USA und Kamimaro reist von Japan ins Saarland. Er hat das Festival 2015 schon einmal gewonnen. Auch Brando y Silvana, Sieger 2011 und Titelverteidiger Albi sind wieder dabei.

Dauerbrenner Ted McKoy wieder dabei

Zudem freut sich Lauer auf den „alten Hasen“ Ted McKoy aus Schottland, der bereits 2012 und 2016 gewonnen hat. Er ist seit Beginn des Festivals 1999 immer dabei gewesen.

Das Publikum in St. Wendel ist laut Lauer eine verschworene Gemeinschaft: „Viele Besucher aus nah und fern kommen jedes Jahr, man kennt sich, man lacht und staunt zusammen und feiert manch schöne Party in der Stadt oder auf dem Campingplatz im Sportzentrum.“ Dabei sei auch die Küche international – vom Schinken aus Spanien bis zum Tiramisu aus Italien komme alles auf den Tisch.

Der Wettbewerb beginnt am Freitag, 2. August, um 14 Uhr auf dem Schlossplatz mit der Vorstellung der Akteure. Die Magier präsentieren sich freitags von 15 bis 23 Uhr und am Samstag von 10 bis 18 Uhr auf den drei Aktionsplätzen an der Basilika und auf dem Schlossplatz. Eine internationale Jury bewertet die Shows bezüglich der Qualität der Zauberei; auch das Anlocken der Zuschauer, die Originalität der Show, der Umgang mit den Zuschauern  und die „Hutkollekte“ gehen in die Wertung ein. Geleitet wird die Jury von Eberhard Riese, dem Präsidenten des „Magischen Zirkels von Deutschland“ (MZvD).

Auch der Hut geht rum

Da die Magier vom Veranstalter nur eine kleine Aufwandsentschädigung erhalten, sagt Lauer, sei die Hutkollekte für die Magier – fast alle sind Profis – besonders wichtig, schließlich verdienten sie hiermit ihren Lebensunterhalt.

Die Sieger werden am Samstagabend um 20 Uhr im Rahmen einer Open-Air-Zauber-Gala auf dem Schlossplatz geehrt. Der Sonntag steht von 10 Uhr bis 20 Uhr dann ganz im Zeichen eines großen Familien-Zauberfestes, auf bis zu sechs Aktionsflächen wird nonstop gezaubert. Bürgermeister Peter Klär (CDU) freut sich auf das Festival: „Die Zauberer sorgen Jahr für Jahr für ein besonderes Flair in unserer Stadt. Drei Tage lang feiern Einheimische und Gäste aus ganz Europa ein wunderschönes Familienfest mit toller Zauberei, super Stimmung und ganz viel Spaß.“