Nachrichten Mainz | „Es ist unbestritten, dass den Bewohnerinnen und Bewohnern der Gemeinschaftsunterkünfte schnell und unbürokratisch geholfen werden muss, damit sie freien Zugang zum Internet haben”, macht Myriam Lauzi, sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Mainzer Stadtrat deutlich.


“Schulpflichtige Kinder benötigen den Internetzugang”

„Besonders die schulpflichtigen Kinder benötigen den Internetzugang, damit sie auch in Pandemie-Zeiten am digitalen Unterricht teilnehmen können.”, so Lauzi weiter. Schon jetzt sei es aber auch möglich, dass Kinder und Jugendliche die Jugendzentren sowie weitere Orte der Gemeinwesenarbeit zur Lernunterstützung nach vorheriger Anmeldung aufsuchen können und dort die Möglichkeiten des Internetzugangs haben.

Die SPD-Fraktion zeigt sich gegenüber der Mainzer Freifunk-Community dankbar, die sich in den vergangenen Jahren sehr darum bemüht hat, dass Flüchtlingsunterkünfte nicht digital abgehängt sind. „Dieses ehrenamtliche Engagement mit seinem großen, professionellen Know How muss gewürdigt und gestärkt werden”, so Erik Donner, digitalpolitischer Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion. „Wir begrüßen daher, dass der Sozialdezernent Dr. Eckart Lensch auch den Freifunkern seine volle Unterstützung zugesagt hat, damit die bestehenden Schwierigkeiten schnell und zügig behoben werden können.” Der SPD-Fraktion sei es ein wichtiges Anliegen, dass man jetzt in der Sache vorankommt, die Probleme löst und nicht in eine Hau-Drauf-Rhethorik verfällt: „Jetzt müssen die Räder bei den verschiedenen Protagonisten wie Stadt, Träger, Wohnbau, KDZ und auch Stadtwerke ineinandergreifen!”

WLAN auch für dezentral untergebrachte Flüchtlingsfamilien

Es sei aber auch wichtig, so Lauzi, dass nicht nur an die Gemeinschaftsunterkünfte für Flüchtlinge gedacht werde. Vielmehr müsse sichergestellt werden, dass dezentral untergebrachte Flüchtlingsfamilien genauso wie Familien mit wenig Geld für ihre Kinder einen Internetzugang erhalten. Die Telekom habe dafür einen entsprechenden Tarif eingerichtet, der über die Schulträger und Bildungseinrichtungen bezogen werden kann. „Wir können uns aber genauso gut auch hier aktive Nachbarschaftshilfe vorstellen, in dem man einfach unter Nachbarinnen und Nachbarn das Internet teilt”, meint Donner. Auch hier hätten die Freifunker schon viel Erfahrung.