Symbolfoto: Pixabay

Saarbrücken. Die Corona-Pandemie hat die Mehrheit der Menschen an Saar, Rhein und Main gestresst. Das ergab eine Umfrage, die nun die Techniker Krankenkasse (TK) veröffentlicht hat. Als Kur haben die Befragten vieles wiederentdeckt, was lange als überkommen galt.

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Mehr als die Hälfte der Menschen im Saarland, in Hessen und Rheinland-Pfalz fühlen sich durch die Corona-Krise gestresst. Das ergibt eine repräsentative Umfrage, die Forsa im Mai im Auftrag der TK durchgeführt hat.

Stressfaktor Nummer eins sind demnach die Einschränkungen der Kontakte. Das gaben zumindest 79 Prozent der Befragten an. Vor allem die Treffen mit Freunden oder Verwandten hätten sie vermisst. Der zweit häufigste Stressfaktor ist die Angst, aus dem eigenen Umfeld könne sich jemand mit Corona infizieren. Das gaben 62 Prozent der Befragten an.

Virtueller Kontakt hilft

Für 56 Prozent der Befragten ist die Angst vor einem Zusammenbruch der Wirtschaft eine psychische Belastung. Von Kita- und Schulschließungen sehen sich 45 Prozent geplagt. „Auffällig ist, dass die Angst, sich selbst mit dem Corona-Virus zu infizieren, eine vergleichsweise geringe Rolle unter den Belastungsfaktoren spielt (28 Prozent)“, teilt die TK mit.

„Viele Menschen haben während der Corona-Pandemie digitale Wege genutzt, um trotz der Einschränkungen in Kontakt zu bleiben, sowohl beruflich als auch privat“, sagt Stefan Groh, Leiter der TK-Landesvertretung Saarland. Tatsächlich gaben vier von zehn Befragten im Saarland, Rheinland-Pfalz und Hessen an, beruflich häufiger per Videochat in Kontakt zu treten. Privat nutzte laut der Forsa-Umfrage knapp ein Drittel nun öfter als vor der Pandemie die Möglichkeit, sich via Videochat auszutauschen.

Doch neben dem digitalen Raum haben viele während der Kontaktsperre die Natur für sich (wieder) entdeckt. So liegt das Spazieren gehen im Trend: 43 Prozent gaben an, dem Hobby nun wieder nachzugehen. Noch mehr steckten ihre Energie in das Grüne rund ums eigene Haus und brachten Garten und Balkon während der Pandemie wieder auf Vordermann.