Zwischen St. Goar und Urbar, gegenüber dem bekannten Loreley-Felsen, kam es an diesem späten Sonntagabend zu einem Absturz eines Heißluftballons von einem Ballonunternehmen in Halsenbach. Dabei wurden mehrere Menschen teils schwer verletzt.

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Beim Landeanflug von einem Windstoß erfasst

Gegen 20:00 Uhr gingen bei der Polizeiinspektion die ersten Notrufe über den Absturz eines Heißluftballons nahe der Bundesstraße B9 am Rhein ein. Ersten Erkenntnissen nach, war der Ballon mit sieben Menschen besetzt, als er beim Landeanflug von einem Windstoß erfasst wurde.

Wie die Einsatzleitung vor Ort gegenüber Boost your City mitteilte, schlug der Ballon zunächst mehrfach mit massiver Wucht auf einem Acker in der Nähe eines Sportplatzes auf und überschlug sich. Dabei wurden vier Menschen aus dem Korb geschleudert. Anschließend hob der Ballon wieder ab. Nach Abgaben der Polizei soll lediglich der Ballonfahrer angeschnallt gewesen sein.

Rettung der Personen gestaltet sich schwierig

Durch das Unwetter, welches zum Zeitpunkt des Absturzes in der Region begann, wurde der Ballon danach einen Berg in Richtung B9 hinunter gedrückt. Dabei hat der Ballon eine Schneise in die Bäume geschlagen. Der Ballon verfing sich dann in den Bäumen oberhalb der Bahnstrecke in schwer zugänglichem Gelände. Der Ballon landete dort, wo im Video das kleine Licht links oberhalb des Turms zu sehen ist. Die Rettung der drei im Ballonkorb verbliebenen verletzten Passagiere dauerte mehrere Stunden an. Aufgrund der Witterung als auch der schwer zugänglichen Örtlichkeit, in der der Ballon gehangen hatte, erwies sich die Rettung als schwierig. Die Feuerwehr mit der Drehleiter sowie das Technische Hilfwerk versuchten, die Personen von unten zu bergen. Zur Unterstützung war auch die Bergrettung aus Boppard im Einsatz, die von oben versuchten, die verletzten Personen zu erreichen. Gegen 00:00 Uhr gelang dann die Rettung der drei Personen. Insgesamt waren weit über hundert Helfer im Einsatz.



Lediglich der Ballonfahrer war angeschnallt

Die vier aus dem Ballon herausgeschleuderten Personen wurden schwer verletzt und waren zunächst nicht ansprechbar. Die Personen wurden durch den Rettungsdienst und zwei Rettungshubschrauber in Krankenhäuser nach Mainz und Boppard gebracht. Zwei der Schwerverletzten sind in der Zwischenzeit wieder außer Lebensgefahr. Der Ballonfahrer wurde bei dem Unfall so schwer verletzt, dass er im Krankenhaus verstarb.

Die Angehörigen der Verletzten wurden im Landgasthof Rebstock durch Notfallseelsorger betreut. Die Bahnstrecke im Bereich des Einsatzortes sowie die Bundesstraße B9 waren vorübergehend gesperrt.

Wie es genau zu dem Unglück kam, wird nun durch das Luftfahrbundesamt und die Polizei ermittelt. Der Ballon wird erst in den nächsten Tagen geborgen werden. Da nicht auszuschließen ist, dass der Ballon beispielsweise durch eine Böe in Bewegung kommen und auf die Bahnlinie rutschen könnte, sichert das Technische Hilfswerk die Stelle ab.

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