Symbolfoto: Pixabay

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat das Paket an Lockerungen vorgestellt, auf das sich Bundesregierung und Ministerpräsidenten in der Corona-Krise grundsätzlich geeinigt haben. Doch einiges davon – etwa Bildung – ist Ländersache. So sehen die Regeln in Rheinland-Pfalz aus. Update im Text: Die zuständige Fachministerin hat den Fahrplan mittlerweile präzisiert.

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Da künftig wieder mehr Geschäfte öffnen können, weitet das Land die Notbetreuung an Kitas aus. Das „bedarf eines zeitlichen Vorlaufs“, wie die Landesregierung erklärt. Wie lange dieser dauert, teilt die Landesregierung nicht mit.

Ab dem 4. Mai sollen die Schulen langsam wieder geöffnet werden. Zuerst sollen wieder die Schüler unterrichtet werden, die unmittelbar oder ein Jahr vor ihrem Abschluss stehen sowie die Schüler der letzten Klasse der Grundschulen. Erste Prüfungsvorbereitungen beginnen bereits am 27. April, die Prüfungen ab dem 11. Mai.

Schulen brauchen eigenen Hygieneplan

Wie viele Schüler unterrichtet werden können, hängt davon ab, wie die Schulen in der Lage sind, Hygiene- und Schutzmaßnahmen einzuführen und umzusetzen. Bis Ende des Monats sollen die Kultusminister der Länder ein Konzept vorlegen, wie das aussehen soll. Dazu gehören Fragen wie die künftige Klassengröße oder das Geschehen auf den Schulhöfen. „Jede Schule braucht einen eigenen Hygieneplan“, kündigt das Land an.

Wann weitere Klassen wieder unterrichtet werden, macht Rheinland-Pfalz von den künftigen Beratungen mit dem Bund und den anderen Ländern abhängig. Diese werden alle zwei Wochen stattfinden, wie die Kanzlerin angekündigt hat.

An den Universitäten können einige Veranstaltungen wieder beginnen, teilt das Land mit. Etwa wenn diese wie Labore spezielle Einrichtungen vorhalten, die Studenten zuhause nicht zur Verfügung stehen können. Aber auch in diesen Fällen gelten „besondere Hygiene- und Schutzmaßnahmen“.

Update

Die zuständige Fachministerin hat an diesem Donnerstag den Fahrplan konkretisiert. Demnach sind von den Vorbereitungen auf die Prüfungen, die am 27. April starten, rund 1500 Abiturienten und 34 000 vor Prüfung stehende Berufsschüler betroffen. Ab dem 4. Mai kommen rund 34 000 Kinder der Vierten Klassen hinzu sowie 26 000 Schüler der Realschulen plus, 18 500 Schüler der Integrierten Gesamtschulen und mehr als 41 000 Gymnasiasten.

Die Kurse und Klassen sollen in zwei Gruppen aufgeteilt werden: Diese werden abwechselnd jeweils eine Woche in der Schule und eine zuhause lernen. Das soll die Zahl der Schüler vor Ort gering halten und so den notwendigen Sicherheitsabstand gewähren.

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