Nachrichten Mainz | In den letzten Tagen fielen Bewohnern in Mainz-Laubenheim immer wieder Schüsse auf. Viele berichten von einem Leuchten, das zeitgleich im Laubenheimer Ried zu sehen ist. Auch wurde das Leuchten direkt bei dem Strommast gesehen, der direkt hinter der Hundewiese liegt. Auf genau diesem Strommast bauen Störche ihre Nester. So liegt die Vermutung bei der Bevölkerung nahe, dass eine oder mehrere Personen die Störche, die sich zur Zeit dort befinden verscheuchen wollen.

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Update 05.03.2020 16:30 Uhr
Nach Rücksprache mit Herrn Ralf Peterhanwahr von der Pressestelle der Stadt Mainz. Die vernommenen Knallgeräusche, sowie lichtbogenartigen Erscheinungen sollen von Zweigen aus den Storchennestern hervorgerufen worden sein. Diese fallen aus den Nestern und bei Kontakt mit den Stromleitungen entstehen Kurzschlüsse. Weiterhin wurden vor einigen Tagen Nutria geschossen, die sich stark vermehrt hatten. Durch die Jagd auf die Nutrias waren tagsüber Schussgeräusche in Mainz-Laubenheim wahrzunehmen. Eine Genehmigung für die Jagd wurde erteilt.

Die Kombination aus der Nutria-Jagd sowie die herabfallenden Zweige auf die Hochspannungsleitungen ergaben wohl das Gesamtbild. Es soll sich daher nicht um sogenannte Vogelschreck-Raketen gehandelt haben.

Die Nutrias haben in Mainz-Laubenheim eine starke Population und schädigen auch die Deichbauten in diesem Gebiet. Die Überpopulation der Nutrias wurde durch einen Jäger in dem besagten Gebiet erlegt.

Die Stadt Mainz hat auch weiterhin mitgeteilt, dass sie die Hinweise der Bürger sehr ernst nehmen und vorsorglich das Ordnungsamt noch beauftragt haben, das Gebiet Laubenheimer Ried im Auge zu behalten.



Erstmeldung 04.03.2020: Gegen 17:00 Uhr an diesem Mittwoch wurden erneut vermeintliche Schüsse in der Gegend abgegeben. Boost your City hat mit der Polizei darüber gesprochen. Die Beamten wurden heute über die Situation informiert. Aktuell ist eine Streife der Polizei auf dem Weg dort hin.

Nach dem Einsatz hat Boost your City erneut mit einem Beamten gesprochen. Nach Aussagen der Polizei konnte die Streife, als sie am Laubenheimer Ried eintraf, nichts Ungewöhnliches feststellen. Dem Ordnungsamt liegt keine Genehmigung vor, die jemandem erlauben würde in dem Bereich Schüsse abzugeben. 

Uns erreichten zwischenzeitlich mehrere Zuschriften, dass es zuerst einen Knall gab und kurze Zeit später eine Leuchtkugel Violett aufblitzte. Das ganze geschah mehrfach hintereinander.

Wir haben einem Fachmann erklärt, welche Aussagen uns über die Schuss- und Leuchtreihenfolge vorliegen. Seiner Einschätzung nach soll es sich bei der Waffe um eine Vogelschreckpistole handeln. Dem Anschein nach möchte man die Störche und andere Tiere verjagen.

Die letzten Jahre kam es auch immer mal wieder vor, dass vereinzelt Äste von den Nestern herunterfielen. Wenn diese die Stromleitung treffen, entsteht ebenfalls ein Knallgeräusch und ein Lichtblitz. Diese sind jedoch weniger laut und weniger auffällig als das, was Zeugen an diesem Mittwoch gesehen und beschrieben haben. Natürlich ist nicht auszuschließen, dass auch an diesem Tag Äste von den Nestern fielen und es so zu unterschiedlichen Beschreibungen der verschiendenen Personen kommt.

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