Nachrichten Mainz | Nach Abschluss der knapp zweijährigen Renovierungsarbeiten erstrahlt der Sängersaal im Schloss Neuschwanstein in Schwangau (Bayern) wieder in neuem Glanz. Die Zeit und Millionen von Besuchern hatten ihre Spuren hinterlassen und aufwändige Renovierungen notwendig gemacht. Während die Innenarbeiten nun im Thronsaal fortgesetzt werden, steht im Sängersaal noch die Außenschutzverglasung an. Denn extreme Witterungsverhältnisse und UV-Strahlung sowie Schmutz setzten den historischen Bleiglasfenstern im Laufe der Jahre zu.

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Außenscheibe soll historische Bleiglasfenster schützen

Deshalb soll die entspiegelte Schutzverglasung für historische Fassaden des Glasspezialisten SCHOTT nun Abhilfe schaffen. Die robuste und wetterbeständige Beschichtung wird als Außenscheibe angebracht und schützt die originalen Bleiglasfenster somit vor Umwelteinflüssen. Gleichzeitig sorgen die optischen Eigenschaften der Schutzverglasung für klare Durchsicht. Störende Reflexionen werden auf ein Minimum reduziert und ungewollte Farbverfälschungen der Bleiverglasung verhindert. Somit können dann auch die nächsten Millionen Besucher den Charme der historischen Fenster aus jedem Winkel fotografieren und genießen.

Kulturgüter bewahren und moderne Ansprüche erfüllen

Bei solch alten Bauwerken ist es wichtig, den Denkmalschutz mit Bauphysik und Sicherheit in Einklang zu bringen. Normalerweise ist anti-reflexives Glas auf einen Blickwinkel von 90 Grad optimiert, wie beispielsweise bei Gemälden im Museum. Doch hohe Gebäude wie das Schloss Neuschwanstein stellen zudem besondere Anforderungen an die Entspiegelung der Außenverglasung, da der Blickwinkel darauf keine 90 Grad beträgt. Das macht für die Verglasung der Sängersaalfenster eine Spezialanfertigung notwendig. Um einer reflektierenden Fassade beim Blick auf das Schloss von unten vorzubeugen, wird ein von SCHOTT speziell entwickeltes Schichtdesign eingesetzt. Diese ermöglicht minimale Reflexionen, Farbneutralität und höchstmögliche Transmissionen bei einem Betrachtungswinkel von 45 Grad.

Schloss Neuschwanstein | Quelle: Pixabay

Unterschiedliche Gläser für unterschiedliche Jahrhunderte

Jedes historische Bauwerk ist einzigartig und stellt unterschiedlichste Ansprüche an die Verglasung. Der Glasspezialist hilft mit individuellen Lösungen dabei, das authentische Erscheinungsbild von Fenstern und Fassaden sicherzustellen. Bei Bedarf sind sogar spezifische Stilmerkmale zeitgenössischer Epochen möglich. So erhält das farblose SCHOTT GOETHEGLAS beispielsweise die charaktervolle, unregelmäßige Oberfläche von Fenstergläsern aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Das RESTOVER hingegen hat die wellige Struktur von Fenstergläsern des frühen 19. Jahrhundert. Und TIKANA wiederum weist die typische Ziehstreifigkeit der Fenster von Gebäuden der Klassischen Moderne und des Bauhausstils auf. Somit können sich Architekten und Planer auf den Erhalt historischer Merkmale fokussieren und entsprechen gleichzeitig aktuellen Bauanforderungen.

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