Symbolfoto Schlaf: Piabay Olichel

Wadern. Albträume. Nachtangst. Oder nächtliches Aufwachen. Die Menschen im Kreis Merzig-Wadern leiden überdurchschnittlich oft unter solchen Schlafstörungen. Das hat die Barmer anhand einer bundesweiten Untersuchung ihrer Versichertendaten herausgefunden.

4,09 Prozent der Beschäftigten, die in Merzig-Wadern leben, leiden unter Schlafstörungen. Das entnimmt die Barmer einer Auswertung von Diagnosen, die Ärzte zwischen 2015 und 2017 gestellt haben. Der Bundesschnitt liegt demnach bei 3,82 Prozent.

Aber: „Die Dunkelziffer bei Schlafstörungen liegt höher. Patienten sprechen Schlafstörungen beim Arztbesuch oft nicht an, wenn sie nicht zu erheblichen Beeinträchtigungen führen oder andere gesundheitliche Probleme wesentlicher erscheinen” sagt Olaf Marquardt, Regionalgeschäftsführer der Barmer in Merzig.

Geldsorgen lassen schlecht schlafen

Für Schlafstörungen gibt es laut der Barmer viele Gründe: Oft sind es Probleme, von denen die Betroffenen nicht abschalten können. Davon seien Frauen öfters als Männer betroffen, teilt die Krankenkasse mit. Ein Wert lässt zudem darauf schließen, dass häufig Geldsorgen zu den Problemen gehören. Denn: “Je geringer das Familieneinkommen, desto geringer ist die Schlafqualität.”

Für Marquardt hat auch die Beschäftigungsart eine große Bedeutung. Schichtarbeiter litten  überdurchschnittlich oft unter Schlafstörungen. „Zudem gibt es einen Zusammengang zwischen Bevölkerungsdichte und Schlafproblemen. In Städten gibt es mehr Lärm und Lichtverschmutzung, was bei vielen Menschen die Schlafqualität mindert.“

Erholsamer Schlaf ist für die allgemeine Gesundheit der Menschen wichtig. Deswegen spricht sich Marquart dafür aus, das Thema Schlafstörungen in die frühkindliche Gesundheitserziehung aufzunehmen – ebenso in die betriebliche Gesundheitsförderung. Einen konkreten Tipp hat er auch: Vor dem zu Bett gehen, nicht zu viel vor dem Fernseher oder dem Smartphone abhängen.