Im zweiten Viertel ließen die Canes den Gästen zu viel Platz bei deren Läufen. Foto: Mario Thurnes
Im zweiten Viertel ließen die Canes den Gästen zu viel Platz bei deren Läufen. Foto: Mario Thurnes

Neunkirchen. Die Saarland Hurricanes haben eine vermeidbare Niederlage erlitten. Im Spitzenspiel gegen die Ravensburg Razorbacks unterlagen sie 20:26 (0:19). Da die Oberschwaben ein eher leichtes Restprogramm haben, war es eine Vorentscheidung im Kampf um die Meisterschaft in der GFL 2 Süd.

Nichts wollte funktionieren im Ellenfeld. Nicht einmal die Anzeigetafel der Canes. Und als dann zur Pause auch noch der Regen einsetzte, war der Tiefpunkt erreicht. Nichts, wirklich nichts wollte den Saarländern in der ersten Halbzeit gelingen.

Schon da zeichnete sich ab, dass diese Niederlage nicht hätte sein müssen. Gleich im ersten Angriff schafften es die Gastgeber, bis zur Endzone des Gegners – um dann genau dort den Ball zu fumblen. Wechsel des Angriffsrechts statt Punktgewinn.

Die eigene Offensive klickte nicht. Kaum Passspiel und das Laufspiel blieb meist früh in den gegnerischen Reihen hängen. Nur eins wollte richtig gut funktionieren: Strafen zum denkbar falschesten Zeitpunkt. So war die Defensive der Canes häufig auf dem Platz – und ließ im zweiten Viertel folgerichtig die Punkte zu, die später nicht mehr aufzuholen waren.

Anderthalb bärenstarke Viertel

Wer an Zeichen glaubt, dem dürfte gefallen haben, dass in der zweiten Hälfte plötzlich die Anzeigetafel funktionierte. Das Gleiche galt für die Canes: Kick off. Die Gastgeber tragen den Ball zurück, brechen durch – bis zum Touchdown. Doch die gelbe Flagge fällt. „Illegaler Block in den Rücken“, lautet die Entscheidung. Raumstrafe statt Touchdown für die Canes.

Die zeigen trotzdem anderthalb bärenstarke Viertel und kommen auf 14:19 ran. Doch es bleibt ein gebrauchter Tag. Ein Wurf-Touchdown wird wegen sich aufhebender Strafen nicht gewertet und auf dem Weg das Spiel zu drehen, verlieren sie das Ballrecht an Ravensburg, die behalten die Nerven und schaffen noch einen Touchdown.

Es folgen Schlussminuten, die das gesamte Spiel widerspiegeln: Die Canes schaffen noch einen Touchdown, holen den Extrapunkt und – werden zurückgerufen. Wiederholung des Extrapunkts. Und dieses Mal klappt es nicht. Danach spielen die Gäste die Uhr geschickt runter.

302 Punkte haben die Canes in acht Spielen geholt. So viel wie kein anderes Team in der GFL 2 Süd. 120 Punkte haben die Canes dabei zugelassen. So wenig wie kein anderes Team in der GFL 2 Süd. Und doch stehen sie nach acht Spieltagen nur auf Platz drei in der Tabelle. Die Neigung, in entscheidenden Spiele die vorhandenen Stärken nicht aufs Grün bringen zu können – wie in der Vorsaison – scheint den Saarländern treu zu bleiben.