Symbolfoto Archiv: Mario Thurnes

Bexbach und Ludweiler. Immer wieder meldet die Polizei von Einbrüchen in Kneipen, bei denen es die Verbrecher auf Spielautomaten abgesehen haben. So wie an diesem Freitag in Ludweiler. Der Sachschaden der Wirte ist bei den Einbrüchen meist höher als die Beute der Diebe.

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Die wenigsten Wirte lassen die Einnahmen in der Kneipe zurück. Zu hoch das Risiko, dass die sonst gestohlen werden. Und auch sonst lässt sich in einer Wirtschaft nicht holen. Zumal es sich schlecht flüchten lässt – mit 20 Schnapsflaschen unter dem Arm. Deswegen haben es die Einbrecher oft auf Spielautomaten abgesehen. Diese werden immer noch mit Bargeld betrieben.

An diesem Freitagmorgen traf es ein Lokal in der Völklinger Straße in Ludweiler. Der Ablauf der Tat ähnelte dem vieler anderer, von denen die Polizei berichtet: Der oder die Täter hebelt ein Fenster auf, tritt dann ein und bricht die Spielautomaten auf. In denen Boxen findet sich meistens weniger Geld, als der Wirt für die entstandenen Schäden aufbringen muss.

Täter haben nur wenig Zeit

So ähnlich lief auch ein Einbruch in Bexbach, in der Rathausstraße ab. Hier waren es mindestens zwei Täter – statt von der Straße kamen sie von der Rückseite des Gebäudes durch ein Fenster ins Lokal. Auch hier hatten sie es auf die Geldboxen der Automaten abgesehen.
Am Montag passierte es in der Homburger Talstraße. Auch hier waren laut Polizei zwei Täter am Werk. In der Nacht zum vergangenen Freitag war eine Gaststätte in Primstal dran, in der Hauptstraße. Dort versuchte der unbekannte Täter zuerst die Tür aufzuhebeln. Als ihm dies nicht gelang, schlug er eine Fensterscheibe ein.
Was bleibt den Wirten? Auffällig an den Polizeiberichten ist, wie gezielt die Einbrecher auf die Automaten gehen. Zumal Kneipen ihrer Natur nach eher in belebten Gegenden liegen und so das Risiko der Einbrecher steigt, je länger die Tat dauert. Sodass sie entsprechend rasch vorgehen müssen. Wer als Wirt also nicht auf die Zusatzeinnahmen verzichten will, die durch die Automaten eingespielt wird, müssen sie die Sicherheitsstandards an den Türen verbessern – vor allem aber an den Fenstern, denn die sind meistens die Schwachstelle.