Roger Lewentz

Nachrichten Rheinland-Pfalz | Zur Bekämpfung von Wald- und Vegetationsbränden und zur Bewältigung von starken Unwettern wird das Bundesland Rheinland-Pfalz zusätzliche 6,5 Millionen Euro bereitstellen. Die Neuanschaffungen von Seiten des Landes verstärken die Investitionen der für den Katastrophenschutz zuständigen kommunalen Aufgabenträger vor Ort.

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Zunehmend extreme Wetterlagen

„Zunehmenden extremen Wetterlagen mit Hitze und Trockenheit auf der einen oder Hochwasser und Starkregen auf der anderen Seite muss mit entsprechendem Gerät begegnet werden: Ausrüstung und Fahrzeuge, aber auch taktische Konzepte, die Hand in Hand gehen“, so Innenminister Roger Lewentz bei der Vorstellung im Hof der Mainzer Berufsfeuerwehr. Für die Neubeschaffungen der Ausrüstung und Fahrzeuge sind insgesamt 6,5 Millionen Euro vorgesehen.

Drei-Stufen-Konzept zur gegenseitigen Unterstützung

Die erarbeiteten Konzepte sind jeweils dreistufig. Sie ermöglichen den kommunalen Aufgabenträgern, an jedem Ort im Land Erstmaßnahmen einzuleiten und sich gegenseitig zu unterstützen. In Stufe 1 übernehmen die Feuerwehren auf Gemeindeebene die Erstmaßnahmen. In Stufe 2 unterstützen Landkreise und kreisfreie Städte mit Fahrzeugen, weiterer Ausrüstung und persönlicher Schutzausstattung.

„Spezialfahrzeuge und Ausrüstung werden künftig verstärkt durch das Land gefördert. Hinzu kommen speziell ausgerüstete, geländegängige ´Tanklöschfahrzeuge Waldbrand` und zur Brandbekämpfung aus der Luft Außenlastbehälter für Polizeihubschrauber“, so Lewentz.

In Stufe 3 kommen dann auch die neuen Tanklöschfahrzeuge zum Einsatz, die jeweils 3.000 Liter fassen. Sie werden in Zukunft für jede der acht Leitstellenbereiche im Land zur Verfügung stehen. Zudem können sie je nach Schwere des Brandes aus dem gesamten Land zusammengezogen werden und sind auch für unwegsames Gelände gut geeignet.



Bessere Bewältigung von starken Unwettern

Zur besseren Bewältigung von Unwettern mit starkem Regen beschafft das Land spezielle Feuerwehrfahrzeuge, die überflutete Flächen und Verkehrswege durchfahren können. Außerdem werden Ausrüstungs-Module angeschafft, welche Feuerwehreinheiten zugewiesen werden, die die Fahrzeuge mit dem erforderlichen Personal auch zu überörtlichen Einsätzen entsenden. Die Module in Form von Abrollbehältern enthalten sämtliche Ausrüstungsgegenstände, die zur Bewältigung von Starkregenereignissen gebraucht werden, wie beispielsweise Tauchpumpen und sogenannte Wathosen. Weitere Module ermöglichen es, 2.000 Sandsäcke pro Stunde zu befüllen.

Zudem gibt es ein neues Sonderförderprogramm des Landes. Dieses ermöglicht es den Kommunen als Aufgabenträger vor Ort, „Gitterboxen Starkregen“ mit Material zur Bewältigung von Starkregenereignissen anzuschaffen. Für diese Gitterboxen können bereits ab sofort Förderanträge gestellt werden. Rund 500.000 Euro stehen noch in diesem Jahr zur Verfügung.

Konzepte wurden gemeinsam entwickelt

Die Konzepte sowie Rahmen-Alarm- und Einsatzpläne wurden von einer Arbeitsgruppe gemeinsam entwickelt und aufgestellt. Daran beteiligt waren Vertreter der für Feuerwehr und Katastrophenschutz zuständigen Kommunen, der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), der Feuerwehr- und Katastrophenschutzschule (LFKS), aber auch erfahrenen Kräften der Freiwilligen Wehren, der Berufsfeuerwehr, Verbänden und Fachkundigen aus der Forstwirtschaft. Auf Basis dieser Pläne können die Aufgabenträger auf Gemeinde- und Landkreisebene nun ihre eigenen Alarm- und Einsatzplanungen aktualisieren.

Roger Lewentz dazu

„Mit den Zuschüssen des Landes, der Beschaffung von weiteren Fahrzeugen und neuer Ausrüstung unterstützen wir die Gemeinden und Landkreise, ihre Aufgaben bei der Bekämpfung von Wald- und Vegetationsbränden, aber auch im Umgang mit Starkregenereignissen bestmöglich zu erfüllen. Profitieren werden vor allem auch die ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen, welche einen Großteil ihrer Freizeit für die Allgemeinheit zur Verfügung stellen. Sie sollen wissen, dass wir ihre Arbeit nicht nur dankbar anerkennen, sondern konkret unterstützen. Eine gute Ausrüstung ist die Grundlage ihrer so wichtigen Arbeit“, so der Innenminister.

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