Rheinland-Pfalz ist am gestrigen Montag sehr erfolgreich in die Terminvergabe für die 31 Impfzentren des Landes gestartet. Innerhalb von nur sechs Stunden konnten zwischen 8 und 14 Uhr insgesamt knapp 28.000 Terminregistrierungen vergeben werden. Hinzu kommen noch rund 15.000 offene Terminregistrierungen, zu denen von der Impfdokumentation eine Mail verschickt wurde, die noch durch die anfragenden Personen bestätigt werden muss.

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Ein Großteil der Terminregistrierungen erfolgte über die Internetseite. An der Telefonhotline konnten in den ersten sechs Stunden mehr als 1.445 Termingespräche geführt werden. Alle registrierten und impfberechtigten Personen erhalten nun innerhalb von wenigen Tagen ihre beiden konkreten Impftermine sowie einen Aufklärungsbogen, der zum Impftermin ausgefüllt mitzubringen ist, per E-Mail beziehungsweise per Post.

Gigantischer Ansturm

„Der Ansturm auf die Terminvergabe für Impfungen war gigantisch – das freut uns sehr, da es ein starker Indikator für eine hohe Impfbereitschaft in Rheinland-Pfalz ist“, sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler. „Kleinere Probleme, die zum Start solcher Großprojekte auch ob des großen Andrangs unweigerlich auftreten, konnten schnell bis mittags behoben werden. Sehr positiv ist, dass ein Großteil der Anruferinnen und Anrufer zu der Gruppe der Menschen gehörte, die auch wirklich für eine Impfung priorisiert sind.“

„Mit den nun so schnell vergebenen Impfterminen ist sichergestellt, dass die vorhandenen und absehbar verfügbaren Impfdosen in den kommenden Tagen und Wochen auch tatsächlich in einem sehr großen Umfang an die Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer verimpft werden können, die laut Impfverordnung des Bundes zur Gruppe der höchsten Priorität gehören. Voraussetzung dazu ist, dass Impfstoff zur Verfügung steht“, sagte Bätzing-Lichtenthäler.

Die Ministerin rief dazu auf, dass alle diejenigen, die über einen Internetzugang verfügen und zur Gruppe gehören, die zuerst geimpft wird, den Onlinezugang zur Terminvereinbarung unter www.impftermin.rlp.de zu nutzen.

Hintergrund:

Die Terminvergabe ist im Internet unter impftermin.rlp.de sowie telefonisch unter der 0800/5758100 (montags bis samstags von 8 Uhr bis 22 Uhr, sonn- und feiertags zwischen 10 Uhr und 16 Uhr) erreichbar.

Im Rahmen der Terminvergabe erfolgt eine strukturierte Datenabfrage, um die Impfberechtigung und die Impffähigkeit festzustellen. Nach der Impfverordnung des Bundes gehören zur Gruppe der höchsten Priorität, die zuerst geimpft wird, Personen über 80 Jahre, Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sowie Personal in der ambulanten und stationären Altenpflege, Personal mit besonders hohem Ansteckungsrisiko in medizinischen Einrichtungen und Personal in medizinischen Einrichtungen mit engem Kontakt zu schutzbedürftigen.

Die Datenabfrage umfasst Alter, mögliche Vorerkrankungen, Medikamenteneinnahme und Beruf. Zudem erfolgt eine Abfrage hinsichtlich möglicher Kontraindikationen:

  • Akute behandlungsbedürftige Erkrankungen, insbesondere bei fieberhafter Infektionskrankheit
  • Alter jünger als 16 (bei BioNTech-Impfstoff) bzw. 18 JahreSchwangerschaft
  • schwere immunsupprimierende (chronische) Krankheit
  • eine Chemotherapie innerhalb der letzten 6 Monate
  • eine Organtransplantation innerhalb der letzten 12 Monate
  • eine andere Impfung innerhalb der letzten 2 Wochen.

Generell werden zusätzlich Angaben zur Medikamenteneinnahme abgefragt, da diese Hinweise auf das Vorliegen einer Kontraindikation oder zu besonderen Vorsichts­maßnahmen bei der Impfung ergeben.

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