Foto: Facebook Gruppe "Grüne Welle"

Nachrichten Bingen – Zwischen Mainz und Koblenz gibt es keine Brückenverbindung über den Rhein. Die Diskussionen über einen Neubau einer klassischen Autobrücke laufen seit Jahren ergebnislos. Auch zwischen Mainz und Wiesbaden herrscht Uneinigkeit (wir berichteten). Durch wechselnde politische Mehrheiten in Verbindung mit Konflikten mit Ökologie und dem Weltkulturerbe scheiterte dieses Vorhaben bisher allerdings immer. Deshalb hat Stefan Schweitzer aus Ingelheim eine Petition gestartet und sucht Unterstützer.


Stefan Schweitzer dazu in der Petition

„Eine kleine, leichte Brücke für Fußgänger und Radfahrer auf den bestehenden Pfeilern der Trümmer der Hindenburgbrücke zwischen Bingen und Rüdesheim stellt eine machbare Alternative dar. Vergleichbare Brücken gibt es anderweitig überall. Eine entsprechende Brücke zwischen Österreich und der Slowakei hat bei einer Länge von 550 Meter 4,86 Mio EUR gekostet. Davon hat die EU 80% übernommen.“

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Begründung der Petition

Themen wie Verkehrswende und sanfter Tourismus werden diskutiert. Aber die lokalen Politiker setzen immer noch auf klassische, teure und nicht realisierbare Autobrücken.

Da im Jahr 2029 im Mittelrheintal die Bundesgartenschau ansteht, wäre eine entsprechende Fußgänger- und Radfahrerbrücke das länderverbindende architektonische Highlight.

Da die Politik nicht handeln will (oder kann?) sind wir Bürger gefordert mit dieser Petition den Bürgerwillen zu unterstreichen und für eine zügige Umsetzung zu sorgen. Bitte unterstützen Sie unsere Forderung, so Stefan Schweitzer abschließend in seiner Petition.

Stellungnahme der Bürgerinitiative Rheinquerung im Landkreis Mainz-Bingen

„Wir unterstützen diese Petition für eine Fußgänger- / Fahrradbrücke auf den Pfeilern der alten Hindenburgbrücke.

Diese Brücke ist kein Ersatz die von uns geforderte Rheinquerung im Bereich Ingelheim / Bingen. Alle Neuplanungen gehen hier von einem Standort östlich der alten Hindenburgbrücke (außerhalb des Welterbes, Rheinkilometer 526) aus. Darum wäre es keine Konkurrenz sondern ein Anfang, wenn man auf der Trasse der alten Hindenburgbrücke möglichst kurzfristig einen Brückenschlag für Fußgänger und Radfahrer realisieren könnte.

Wir fordern weiterhin die Brücke rheinaufwärts auch für Kfz, Schienenverkehr und Busse. Fahrräder sind nicht für jeden tauglich und eine richtige Verzahnung der beiden Rheinseiten, von Menschen und Infrastruktur wie Schulen etc., ist nur mit einer Brücke für alle Verkehrsträger möglich.

Trotzdem tolle Idee – gerade für den Tourismus und Ausflugsverkehr: Wir sind dafür!“

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