Symbolbild Polizei | Foto: Thorsten Lüttringhaus

Nach einem schweren Verkehrsunfall am Mittwochabend auf der A6, bei dem ein 55-jähriger Fahrer eines Transporters verstarb, kam es zu chaotischen und unglaublichen Verhältnissen im Stau vor der Unfallstelle.

Ein nachgeordertes Fahrzeug der Feuerwehr wollte zur Unfallstelle durchfahren, doch der Fahrer eines serbischen Sattelzuges sah nicht ein, dass er nach rechts fahren muss um eine Rettungsgasse zu bilden.

Feuerwehr beschimpft und bespuckt

Die Besatzung des Einsatzfahrzeugs musste die Spiegel einklappen und versuchte an dem Lkw vorbeizukommen. Hierbei wurden sie durch den LKW-Fahreraus dem Führerhaus heraus beschimpft und auch bespuckt.

Bei der späteren Kontrolle war der Abdruck des Speichels noch deutlich zu sehen. Der Fahrer musste noch vor Ort eine Sicherheitsleistung als Strafe bezahlen.

Rettungsgasse genutzt um schneller zum Flughafen zu kommen

Eilig hatte es der Fahrer eines Ford Fiesta, der die Rettungsgasse bis zur Unfallstelle dazu nutzte um schneller ans Ziel zu kommen. Dort von den Beamten angehalten, gaben sie an zum Flughafen zu müssen. Die Rettungsgasse zu nutzen, sei auf Weisung ihres Reiseleiters “Wenn man der Polizei Flugtickets vorzeigt, wird man durchgelassen”, so die Antwort gegenüber den verduzten Beamten.

Zwischen 19.30 Uhr und 20.15 Uhr wurde die Einhaltung der Rettungsgasse zwischen Bad Rappenau und Heilbronn mit einem Videofahrzeug überwacht. Circa 100 Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführer müssen im Nachgang, wegen des Nichteinhaltens der Rettungsgasse sowie der Missachtung des Überholverbots durch den Schwerlastverkehr, mit einer Anzeige rechnen.