Foto: Polizei

In jüngster Zeit kommt es im Bereich des Polizeipräsidiums Mainz zu einer Häufung der Fälle des sogenannten „Shouldersurfings„. Bei diesem Phänomen werden die Geschädigten bei der Eingabe der PIN an einem Geldausgabeautomaten durch die Täter beobachtet. Nachdem die Täter die PIN kennen, werden die Geschädigten unter einem Vorwand angesprochen und im günstigen Moment entwenden die Täter unbemerkt die Bankkarte der Geschädigten. So wurde am vergangenen Samstag (11.07.2020) ein 84-jähriger Rentner Opfer dieser Masche und um mehrere Tausend Euro betrogen.  

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84-Jähriger auf dem Lerchenberg geschädigt

Der Rentner wurde, während er an einem Geldautomaten im Mainzer Stadtteil Lerchenberg Geld abheben wollte, gegen 14:10 Uhr von einem unbekannten Mann angesprochen und in ein Gespräch verwickelt.Während des Gesprächs nimmt der Täter die noch im Geldautomaten steckende Bankkarte des 84-Jährigen heraus und tauscht diese mit einer falschen, zum Verwechseln ähnlich aussehenden Karte aus. Zuvor hatte der unbekannte Täter dem 84-Jährigen über die Schulter geschaut und dessen PIN Nummer ausgespäht.  

Im Nachhinein erfolgen Abbuchungen vom Konto des 84-Jährigen, im unteren fünfstelligen Bereich. Die Mainzer Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. 

79-Jährige in Worms um mehrere Tausend Euro betrogen

Auch in Worms wurde eine 79-jährige Rentnerin mit derselben Masche um mehrere Tausend Euro betrogen. Hier wollte die Dame am Dienstag (14.07.2020) in einer Bankfiliale in der Hagenstraße sich Geld an einem Geldautomaten holen.  

Gegen 17:30 Uhr trat dann plötzlich eine männliche Person an die Frau heran und spricht diese an. und verbirgt nebenbei mit einer blauen Karte den Ausgabeschlitz der Debitkarte. Gleich darauf begibt sich dieser zum Geldautomaten nebenan, tätigt einen Geschäftsvorgang und entfernt sich unmittelbar.  

Die Geschädigte nimmt noch ihr Bargeld aus dem Ausgabefach des Automaten und bemerkt, dass ihre Karte verschwunden ist. Daraufhin veranlasst sie umgehend die Sperrung der Karte. Am Abend, beim Online-Banking stellt die Wormserin dann fest, dass der Täter mit der zuvor entwendeten Debitkarte einen mittleren, vierstelligen Betrag am Automaten abgehoben hat. Dies eine Minute nachdem sie selbst am Automaten über Bargeld verfügt hat. Es ist anzunehmen, dass der Täter zuvor die PIN der Karte ausgespäht hat. 

Täterbeschreibung

Die männliche Person wird wie folgt beschrieben: Ca. 180 cm, schlank, südländisches Erscheinungsbild, kurze schwarze Haare, trug eine Basecap und einen dunklen Mundschutz. 

Der Gesamtschaden der jüngst bekanntgewordenen Fälle beläuft sich nach derzeitigem Ermittlungsstand für den Bereich des Polizeipräsidiums Mainz auf nahezu 70.000.- EUR. 

Die Mainzer Polizei rät: 

  • Achten sie darauf, dass Ihnen niemand zum Geldautomaten folgt oder sich unmittelbar hinter ihnen befindet, wenn Sie Ihre persönlichen Daten eingeben.
  • Bestehen sie auf einen Sicherheitsabstand
  • Lassen sie Ihre EC-Karte nicht aus den Augen und nehmen sie diese direkt wieder an sich.
  • Bewahren sie niemals ihre PIN zusammen mit ihrer EC-Karte auf.
  • Bei dem Verdacht, dass ihre Kartendaten ausgelesen oder ihre Karte gestohlen wurde, lassen sie ihre Karte über ihre Bank oder den bundesweiten Sperrnotruf 116116 sperren und erstatten Sie sofort Anzeige bei der Polizei. 
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