Symbolbild Polizei | Foto: Thorsten Lüttringhaus

Gleich zwei Einsätze, bei denen Senioren außer „Rand und Band“ gerieten und aggressiv auftraten, beschäftigte die Mainzer Polizei am gestrigen Dienstag.

Erst meldeten Zeugen am Vormittag, dass ein älterer Verkehrsteilnehmer an der Kreuzung Koblenzer Straße / Mainzer Straße Verkehrsteilnehmer mit einer Waffe bedrohen würde.

40-Jährige mit Waffe bedroht

Der 82-jährige sei gegen 10:45 Uhr bei einer Grünphase einer Ampel stehen geblieben. Nachdem die nachfolgenden Fahrzeuge ihn durch ein „Hupkonzert“ zum losfahren bewegen wollten, zuckte der Rentner erst einmal mit den Achseln. Danach habe er eine 40-jährige Verkehrsteilnehmerin durch das Vorhalten einer Schusswaffe bedroht. Die junge Frau wählte direkt den Notruf, worauf sich der Rentner während der nächsten Grünphase aufs Autofahren besann und die Örtlichkeit verließ.

Die alarmierten Einsatzkräfte konnten das Fahrzeug des Rentners im Rahmen einer intensiven Fahndung auf einem Parkplatz in der Dijonstraße auffinden. Bei der Durchsuchung des 82-jährigen fanden die Beamen in seiner Jackeninnentasche in Gaspistole und konnte diese Sicherstellen.

Charakterlich ungeeignet ein Fahrzeug zu führen

Der 82-Jährige wurde mit zur Dienststelle genommen und dort erkennungsdienstlich behandelt. Ihm droht jetzt ein Strafverfahren wegen Bedrohung und Verstoß gegen das Waffengesetzt.

Weiter erfolgt ein Mitteilung an die Führerscheinstelle, dass der der Rentner charakterlich ungeeignet ist, ein Fahrzeug zu führen.

Rentner mit Messer in der Altstadt

Im zweiten Fall bedrohte ein 69-jähriger Mainzer in der Mainzer Altstadt einen Radfahrer mit einem Messer.

Der 50-jährige Radfahrer war gegen 15:50 Uhr in die Fußgängerzone am Leichhof eingefahren. Dort hält der Rentner den Mann ihn an und zwingt ihn unter Vorhalten eines Messers zum Absteigen.

Radfahrer mit Messer zum Absteigen genötigt

Der 69-jährige Mainzer erklärt dem Radfahrer, dass er an dieser Stelle nicht fahren dürfe und droht im darüber hinaus, die Reifen seines Fahrrades zu zerstechen.

Dabei macht er Stichbewegungen in Richtung der Reifen. Die alarmierten und kurz darauf eintreffenden Polizisten fordern den Rentner auf, sein Messer auszuhändigen. Dies lehnt er jedoch trotz der Ankündigungen zur zwangsweisen Durchsuchung seiner Kleidung und dem Anlegen von Handschellen ab.

69-Jähriger leistete erheblichen Widerstand

Bei dem Anlegen der Handschellen widersetzt sich der 69-jährige dermaßen, dass er erst auf dem Boden liegend durchsucht werden kann. Hierbei wird ein Messer in seiner Hosentasche gefunden und sichergestellt.

Warum der Mann derart überreagiert hat, wird Gegenstand des Ermittlungsverfahrens wegen Nötigung sein.