Nachrichten Überregional – In der vergangenen Woche wurde im Bundeskabinett entschieden, die Reisewarnungen für die EU-Länder und einige weitere europäische Staaten ab dem 15. Juni 2020 aufzuheben. Wie der „Spiegel“ berichtet, sollen die Reisewarnungen für Reisen außerhalb Europas noch bis zum 31. August 2020 verlängert werden. Ein entsprechender Beschluss soll an diesem Mittwoch im Bundeskabinett gefasst werden.

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Individuelle Reisehinweise in den EU-Ländern

Am 17. März 2020 hatte Außenminister Heiko Maas (SPD) aufgrund der Corona-Pandemie eine Reisewarnung für alle rund 200 Länder der Welt ausgesprochen. Am 03. Juni wurde nun durch die Bundesregierung die weltweite Reisewarnung für viele europäische Staaten aufgehoben. Für die Mitgliedsstaaten der EU, Großbritannien, die Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein gelten ab dem 15. Juni individuelle Reisehinweise. Die Länder entscheiden selbst über mögliche Einreiseverbote. Beispielsweise gilt für Personen, die nach Großbritannien einreisen eine 14-tägige Quarantäne. Eine Einreisesperre auch nach dem 15. Juni wird es voraussichtlich für Norwegen geben.

Für Reisen in die anderen mehr als 160 Staaten außerhalb Europas bleibt die Reisewarnung wohl bis zum 31. August 2020 vorerst weiter bestehen. In vielen Ländern ist noch immer mit Quarantänemaßnahmen und starken Einschränkungen im Luft- und Reiseverkehr zu rechnen. Weltweit haben Staaten das öffentliche Leben eingeschränkt und Einreisebeschränkungen erlassen. Das Risiko, dass Reisende ihre Rückreise aufgrund der zunehmenden Einschränkungen nicht mehr antreten können, ist in vielen Ländern derzeit hoch. Einzelne Ausnahmen könnte es im Laufe des Sommers geben. Hierfür soll es ein Beurteilungsverfahren geben.

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