Symbolfoto: Pixabay

Karl Wilhelm Lauterbach ist Mediziner, Gesundheitswissenschaftler und Bundestagsabgeordneter (SPD). Der Gesundheitsexperte warnt davor, zu sehr auf eine Lockerung der Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus zu drängen. Die Zahlen in Deutschland seien nach wie vor zu schlecht, um die Maßnahmen jetzt schon zu lockern. Lauterbach äußerte sich an diesem Dienstag in einem Interview der Bild.de gegenüber auch über den Schulbetrieb nach Ostern

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Konzepte für Teilschulbetrieb werden vorbereitet

„Ich persönlich halte es für unmöglich, dass man den Schulbetrieb nach der Osterzeit regulär wieder anfährt. Also dass da Kinder sitzen in Klassen mit bis zu 30 Schülern auf engem Raum, die sich dann auch noch in den Pausen begegnen, das gefährdet natürlich sehr stark die Eltern und auch die Lehrer.“, so Lauterbach. Auch unter den Eltern und Lehrern gebe es ältere oder vorerkrankte Personen, die man schützen müsse. Da man vermeiden wolle, dass sich das Virus wieder in der gesamten Gesellschaft verbreitet, könne man nicht sofort zu einem regulären Schulbetrieb zurück kommen. „Da wird man sich zunächst wahrscheinlich auf einen Teilschulbetrieb konzentrieren müssen. Die Konzepte dafür werden gerade vorbereitet.“, erklärt Lauterbach.

Auch im Sommer wird es Einschränkungen geben

Im Sommer gehören Besuche von Cafés und Bars einfach dazu. Auch das gemeinsame Grillen und Feiern mit Freunden sowie Konzertbesuche und Fußballspiele macht den Sommer für viele Menschen aus. Doch „all das wird es selbstverständlich nicht geben, weil wir sonst innerhalb kürzester Zeit unser Kapital verspielen würden. Und wir hätten sehr schnell wieder viele Fälle. Dann wäre dann also ein späterer vielleicht sogar längerer Shutdown notwendig.“ Das würde schockierende Auswirkungen auf die Wirtschaft haben, die niemand riskieren will. Deshalb wird nach Angaben von Lauterbach der Sommer „nicht viel Ähnlichkeit haben, mit dem Sommer, den wir im letzten Jahr erleben durften.“

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