Kerzen und Botschaften an der Midnight Bar in Hanau

Nachrichten Mainz | Tränen. Trauer. Wut. Die tödlichen Angriffe in Hanau (Hessen) haben bundesweit und international Entsetzen ausgelöst. Nicht nur in der hessischen Stadt – auch in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz wurde der Opfer des Attentats gedacht. In Hanau soll der 43-Jährige Tatverdächtige Tobias R. in der Nacht zu Donnerstag in zwei Shisha-Bars neun Menschen erschossen haben. Stunden nach dem Verbrechen entdeckte die Polizei die Leiche des mutmaßlichen Todesschützen sowie die Leiche seiner Mutter.

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Mahnwache zwischen Helau und Rassismus

Die Partei „Die Linke“ Mainz organisierte eine Mahnwache um 18:30 Uhr am Mainzer Hauptbahnhof. Sie wurde in Mainz in unmittelbarer Nähe von Fastnachtern und Alkoholisierten veranstaltet. Die Mahnwache wurde gestört von rassistischen Sprüchen und Parolen vereinzelter Menschen, es gab Helau rufe und zwischendrin hörte man die Fastnachtsmusik von den Plätzen. In den sozialen Kanälen wird darüber rege diskutiert.

Sprüche waren zu hören:
„Jetzt sind es 9 weniger die unseren Staat Geld kosten“
„Da stehen sie die Gutmenschen und Teddybärenwerfer, schaut sie euch an“
„Wenn deutsche gestorben wären, dann würde hier keiner stehen. Sie würden dem ausländischen Täter Mitleid schenken und an ihn denken“
„Wolle mer se enoi losse? Nee fort mit dene“

Katrin Eder, Umwelt- und Verkehrsdezernentin, zeigt sich erschüttert

Sie schreibt auf Ihrem Facebook Profil. Beim Gedenken für die Opfer von Hanau am Mainzer Hauptbahnhof kinderwagenbedingt in der letzten Reihe. Ich bin erschüttert, welche rassistischen Sprüche Passanten von sich geben. Das mag alkoholbedingt an Altweiber verstärkt sein aber Alkohol spricht die Wahrheit. Ich bin nicht nur von der Tat an sich wenige Kilometer entfernt erschüttert, sondern auch von den rassistischen und rechten Sprüchen, die vorbeigehende Passanten von sich geben. Schlimm, wie sich das verschoben und wieder eingespielt hat der AfD und dem oft verharmlosenden Umgang mit ihr sei dank“


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