Nachrichten Mainz | Die Polizei Rheinland-Pfalz tritt entschlossen für die freiheitlich-demokratische Grundordnung auf dem Boden des Grundgesetzes ein. Um diese Werte auch bildlich zu verdeutlichen und das Selbstverständnis als Bürgerpolizei zu unterstreichen, wurden die Plakate erstellt. Die Plakate werden in allen 175 Polizeidienststellen Plakate angebracht, die diese Haltung der Polizei speziell in Verbindung mit Artikels 1 Grundgesetz veranschaulichen: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Die ersten Plakate mit drei unterschiedlichen Motiven hat Innenminister Roger Lewentz an diesem Freitag (20.11.2020) an den Polizeipräsidenten Karlheinz Maron vom Polizeipräsidium Koblenz übergeben.

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Aktive Verpflichtung zum Schutz der Menschenwürde

„Mit diesen Plakaten möchte unsere Polizei ihre aktive Verpflichtung zum Schutz der Menschenwürde für jedermann sichtbar zum Ausdruck bringen und einen Beitrag zur aktuellen gesellschaftlichen Debatte leisten“, so Lewentz. Artikel 1 des Grundgesetzes sei die Leitlinie jeglichen polizeilichen Handelns. Die drei Plakate dokumentierten einerseits die Besinnung auf den „Markenkern der Polizei“ und zeugten von einer sichtbaren Veränderung, hin zu mehr Vielfalt in der Polizei. „Ich bin stolz darauf zu sehen, wie die rheinland-pfälzische Polizei gesellschaftliche Entwicklungen reflektiert und auf diese Weise ihre bürgerorientierte Haltung lebt“, so Lewentz.

Die „Plakat-Aktion“ ist Teil einer polizeilichen Gesamtstrategie „Den Menschen sehen – Verantwortung für Demokratie übernehmen“, mit der die rheinland-pfälzische Polizei ihre strikte Orientierung an den Grund- und Menschenrechten zum Ausdruck bringt und allen extremistischen oder fremdenfeindlichen Bestrebungen in ihren Reihen eine klare Absage erteilt.

Plakat 3 | Quelle: Ministerium des Inneren und für Sport

Polizisten daran erinnern, dass sie sich Vertrauen erarbeiten müssen

Die Idee zu den Plakaten Artikel 1 Grundgesetz war im Nachgang zu der beim Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz durchgeführten Veranstaltung „Vom Verfolger zum Beschützer – Gesellschaftliche Gruppen als Opfer polizeilicher Verfolgung während der NS-Diktatur und danach“ entstanden.

Die Plakate sollen jede Polizistin und jeden Polizisten täglich daran erinnern, dass sie das Vertrauen einer jeden einzelnen Bürgerin und eines jeden einzelnen Bürgers jeden Tag auf ein Neues erarbeiten müssen. Erarbeitet wurden die Plakate durch eine behördenübergreifende Arbeitsgruppe unter Beteiligung eines Grafikers des Landeskriminalamtes.

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