Der Vorplatz der Hugo-Eckener-Schule in Flensburg. (Foto: Hans-Joachim Langer/CC BY-SA 4.0)

10 Jahre nach dem schrecklichen Amoklauf an der Albertville-Realschule in Winnenden, konnte die Polizei in Flensburg heute Morgen einen weiteren Amoklauf an einer Berufsschule im Flensburg verhindern.

Wie die Polizei mitteilte, konnte sie offenbar eine Katastrohe verhindern. Zuvor hatte am gestrigen Dienstag (02.03.2019) ein 17-Jähriger in einem öffentlichen Chat angekündigt, das er mehrere Personen an der Eckener Schule töten wolle.

Androhung ernst genommen

Wie Christian Karheus (Polizeidirektion Flensburg) sich gegenüber den Medien äußerte, habe der Chatpartner sofort gehandelt und den Chat der Polizei übermittelt. Nach einer intensiven Bewertung habe man die Drohungen sehr ernst genommen und noch am Abend Kontakt zur Schulleitung aufgenommen.

Am heuten Mittwochmorgen habe die Polizei dann vor dem Schulgebäude Taschenkontrollen vorgenommen und dabei sei den Beamten bereits nach fünf Minuten der mutmaßliche Täter ins Netz gegangen. Bei ihm habe man mehrere Messer aufgefunden, die er allen Anschein nach mit ins Schulgebäude nehmen wollte.

Der 17-Jährige wurde sofort festgenommen. Erste Ermittlungen haben dann den Verdacht konkretisiert, dass er tatsächlich eine solche Tat vorgehabt hatte. Zu den Hintergründen gibt es derzeit noch keine Erkenntnisse. Die Ermittlungen, auch an der Schule selbst, laufen derzeit auf Hochtouren. Nach der Festnahmen, fand an der Berufsschule ganz normal Unterricht statt.

15 Opfer in Winnenden

Bei dem Amoklauf an der Albertville-Realschule in Winnenden (Baden Württemberg), tötete ein 17-Jähriger am Mittwoch, 11.März 2009 insgesamt 15 Menschen. Um 09:33 Uhr ging damals der Notruf bei der Polizei ein. Bevor er sich selbst auf der Flucht erschoss, tötete er zuerst in der Schule acht Schülerinnen, einen Schüler sowie drei Lehrerinnen. Auf seiner Flucht brachte er noch drei weitere Menschen um.