Saarbrücken. Schmutzige Gabeln, stinkende Toiletten. Ein schmutziges Restaurant würden die allermeisten Gäste meiden. Das Problem ist nur: Nicht jeder Verstoß gegen Hygieneregeln fällt dem Besucher sofort ins Auge. Dabei wird die Gastronomie regelmäßig von den Gesundheitsämtern geprüft. Nur erfährt der Besucher nichts davon – das wollen die saarländischen Piraten jetzt ändern.

-Werbung-

„Die Verbraucher wünschen sich mehr Transparenz im Lebensmittel- und Gaststättenbereich“, sagt Jörg Arweiler, stellvertretender Vorsitzender der saarländischen Piraten. Gebe es Mängel in Sauberkeit oder laufe der Gast Gefahr, verdorbene Lebensmittel serviert zu erhalten, dann müssten solche Vergehen für den Kunden schnell einsehbar sein. Arweiler schlägt als Lösung sogenannte Hygieneampeln vor. Zudem müssten Berichte online einsehbar sein.

Solche Ampeln, sagt Arweiler, seien mit einem TÜV-Siegel vergleichbar, wie ihn Autos erhalten. Ein vergleichbares System gebe es in Nordrhein-Westfalen. Interessierte Gäste hätten so die Chance, sich vorab zu erkundigen. Für gut arbeitende Betriebe bringe das System eine Aufwertung ihrer Gastronomie mit sich. Versuche, ein solches System bundesweit einheitlich einzuführen, seien aber bisher gescheitert. 

Zwar sei es schon jetzt möglich, die amtlichen Kontrollergebnisse von Gaststätten oder Lebensmittelunternehmen zu erhalten, räumen die Piraten ein. Doch das sei eben „nur mit erheblichem Aufwand möglich“. Dem Ministerium für Verbraucherschutz werfen die Piraten vor, angeforderte Kontrollberichte nicht vollständig elektronisch rauszugeben – interessierte Bürger müssten zur Akteneinsicht in die zuständige Behörde kommen.

Wer jetzt schon eine Anfrage zu einem Restaurant oder einem Lieferanten hat, kann diese über diesen Link stellen.