Die Zahl der Covid-19 Infektionen steigt wieder rasant an und mit ihr treten auch immer mehr Komplikationen bei Kindern auf. Aktuell werden in Großbritannien bis zu 100 Kinder pro Woche in die Krankenhäuser eingeliefert.


Starke Entzündungen befallen die Organe

Grund sind starke Entzündungssymptome. In den meisten Fällen landen die Kinder auf der Intensivstation. Das sogenannte PIMS-Syndrom führt im schlimmsten Fall zum Tod der Kinder.

PIMS (Pediatric Inflammatory Multisystem Syndrome) ist sehr tückisch, da bei Kindern gleich mehrere Organe von der Entzündungserkrankung betroffen sind.

In den meisten Fällen tritt PIMS circa zwei bis vier Wochen nach der Corona-Infektion auf und kann, sofern es nicht frühzeitig erkannt und behandelt wird, tödlich verlaufen.

Überreaktion des Immunsystems

Grund ist eine Überreaktion des Immunsystems, bei der im ganzen Körper heftige Entzündungsreaktionen stattfinden.

Wie die britische Tageszeitung „The Guardian“ berichtet, ist die Häufigkeit im Vergleich zur ersten Welle der Pandemie erheblich angestiegen. So werden aktuell gut 100 Kinder pro Woche mit PIMS in Krankenhäuser eingeliefert. Im vergangenen Jahr waren es im April etwa 30 Kinder pro Woche.

Lage in Deutschland

Die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DPGI) berichtet, dass in Deutschland bisher 168 PIMS-Fälle gemeldet wurden. Die DPGI überwacht in Deutschland das Auftreten von PIMS. Glücklicherweise gibt es in Deutschland noch keine Berichte über tödliche Verläufe bei Kindern.

Die Zahlen beziehen sich auf den Zeitraum vom 27. Mai 2020 bis zum 14.Februar 2021. 60 Prozent der Kinder mussten laut DGPI auf der Intensivstation behandelt werden. Folgeschäden, zum Beispiel im Bereich Herz und Kreislauf, wurden bei sechs Prozent der Fälle bei Entlassung beobachtet.

PIMS und die Symptome?

  • hohes Fieber
  • akuter Hautausschlag
  • beidseitige Bindehautentzündung
  • geschwollene Lymphknoten
  • Bauchschmerzen, Durchfall und Erbrechen
  • Herzprobleme
  • starker Abfall des Blutdrucks