Foto: Chiara Forg | Boost your City

Nachrichten Rüsselsheim | Der Automobilhersteller Opel will im Zuge der Rekonstruierung offenbar Teile seines Werksgeländes in Rüsselsheim verkaufen. Neben einigen Parkplatzflächen und einem Gelände am Fluss (M-Gelände), wird scheinbar auch über den Verkauf des Adam-Opel-Hauses nachgedacht, berichtete die „Wirtschaftswoche“.


Größer als das Fürstentum Monaco

Wie der Konzern mitteilte, wolle man an allen Standorten „eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Aufstellung“ erreichen. Dafür müsse auch die Flächennutzung weiter optimiert werden. Auch im Vergleich zu anderen Automobilwerken sei das Gelände in Rüsselsheim „überproportional groß: Noch vor drei Jahren war unser Werksgelände größer als das Fürstentum Monaco“, so ein Sprecher von Opel. Gespräche mit der Stadt soll es wohl schon geben. Es sei aber noch nichts in trockenen Tüchern.

Umfangreiche Restrukturierung

Schon seit Jahrzehnten steckt das Unternehmen in der Krise und seit 2017 auch in einer umfangreichen Restrukturierung. Zu diesem Zeitpunkt wurde Opel von dem frankzösischen PSA-Konzern übernommen. Schon vor einiger Zeit ging ein Teil der Liegenschaften in Rüsselheim an den Ingenieursdienstleister Segula und die Möbelkette Ikea. Zudem hatte Opel Anfang bekannt gegeben, den Bau von Getrieben und Schmiedeteilen im Rüsselsheimer Werk „im Laufe des Jahres 2021 auslaufen zu lassen“. Damit dürften weitere Gebäude frei werden.