Festnahme Symbolfoto Boostyourcity verhaften
Symbolfoto Polizei: Pixabay

Nachrichten Frankfurt | Ein Oberstaatsanwalt aus Frankfurt sitzt seit diesem Donnerstag in Untersuchungshaft. Er war im vergangenen Jahr in das Visier von Ermittlungen geraten, bei denen es um krumme Geschäfte mit Gutachter-Aufträgen in Millionenhöhe geht.

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Mehr als 12,5 Millionen Euro erzielt

Bei dem Oberstaatsanwalt soll es sich nach Informationen des Hessischen Runkfunks um den 53 Jahre alten Alexander B. handeln. Er sitzt, ebenso wie ein 54 Jahre alter Unternehmer, in Untersuchungshaft. Diesem verschaffte der Oberstaatsanwalt Gutachter-Aufträge, bei denen er ordentlich mitverdient haben soll. Alexander B. wird daher gewerbsmäßige Bestechlichkeit vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft in Frankfurt an diesem Freitag mit.

Das Unternehmen des 54-Jährigen soll in den vergangenen 10 Jahren mehr als 90 Prozent seiner Einnahmen aus Gutachtenvergütungen von Justizbehörden erzielt haben. Dabei handelt es sich um eine Summe von mehr als 12,5 Millionen Euro. Im Zeitraum von August 2015 bis Juli 2020 soll der Oberstaatsanwalt als Gegenleistung mehr als 240.000 Euro erhalten haben. Laut Staatsanwaltschaft soll der 54-Jährige das Unternehmen im Jahr 2005 sogar auf Initiative des Beamten gegründet haben.

Wohnungen der Beschuldigten durchsucht

Den Ermittlungen soll eine Strafanzeige aus dem persönlichen Umfeld des Oberstaatsanwaltes vorausgegangen sein. Daher sollen an diesem Donnerstag zehn Objekte, darunter die Wohnungen der beiden Beschuldigten sowie der Arbeitsplatz des Beamten, durchsucht worden sein. Neben Tausenden Euro Bargeld seien auch Unterlagen und elektronische Datenträger sichergestellt worden.

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