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Nachrichten Frankfurt | Die erneute Schließung von Kultureinrichtungen und Absagen von Veranstaltungen trifft die Kulturszene schwer. Deshalb hatte Kulturdezernentin Ina Hartwig bereits im März einen Notfallfonds initiiert, um die Arbeit von Kulturschaffenden und Vereinen finanziell zu unterstützen. Dieser konnte nun um weitere 60.000 Euro aufgestockt werden. 25.000 Euro kommen dabei von privaten Spendern um den Unternehmer Claus Wisser. Weitere 10.000 Euro kommen aus der Spendenaktion „Kräuter für Künstler“. Um weitere 25.000 Euro aus eigenen Mitteln stockt die Kulturdezernentin den Notfallfonds auf.

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Kulturdezernentin Ina Hartwig dazu

„Viele Häuser haben sich gerade wieder auf eine mögliche Öffnung vorbereitet, der erneute Lockdown trifft die Kultur extrem hart. Ich möchte alle Frankfurter Kulturschaffenden weiterhin dazu ermutigen, kreativ zu bleiben und Anträge an den Notfallfonds einzureichen. Wir konnten bereits rund 220.000 Euro an 150 Antragsstellende und ihre Projekte auszahlen und damit vielen Frankfurter Kulturschaffenden das Arbeiten ermöglichen. Weitere 150.000 Euro sind in diesem Jahr noch im Notfallfonds und ich freue mich auf alle Projektideen, die unsere Kulturlandschaft während und nach der Coronakrise bereichern“, sagt Kulturdezernentin Hartwig.

Weitere 25.000 Euro wurden gespendet

Insgesamt 25.000 Euro Spenden kommen von dem WISAG-Gründer Claus Wisser und seiner Frau Doris, dem Anwalt Nikolaus Hensel und seiner Frau Martina sowie dem Stadtplaner und ehemaligen Planungsdezernenten Prof. Martin Wentz und seiner Frau Evelyn: „Der Notfallfonds des Kulturdezernates ermöglicht schnelle Unterstützung für eine Branche, die unter dieser Krise besonders leidet und von deren Kreativität wir alle profitieren. Gerade die Kultur hat sich in den letzten Wochen und Monaten mit ausgefeilten Hygienekonzepten auf die Pandemie einzustellen versucht, und in diesem zweiten Lockdown brauchen Künstlerinnen und Künstler wieder unsere Unterstützung. Wir freuen uns, den Kulturschaffenden dieser Stadt mit unserer Spende unter die Arme zu greifen, um weiterhin das großartige Frankfurter Kulturangebot genießen zu können“, sagen die Spenderinnen und Spender.



Spendenmarathon „Kräuter für Künstler“ des Vereins Grie Soß United

Weitere Spenden für den Notfallfonds konnten beim Spendenmarathon „Kräuter für Künstler“ des Vereins Grie Soß United gesammelt werden. Rund 9000 Euro gehen an freie Kultureinrichtungen und werden über den städtischen Notfallfonds verteilt. Das Kulturdezernat hatte die Aktion mit 5000 Euro für die Öffentlichkeitsarbeit unterstützt. „In unserer Branche reicht es nicht, die Ärmel hochzukrempeln und gute Ideen zu haben, es braucht finanzielle Unterstützung, um diese Krise zu bewältigen, sodass überhaupt noch Kultur stattfinden kann. Und hier sind alle gefragt, ihren Teil dazu beizutragen und die Kulturschaffenden zu retten“, sagt Maja Wolff für die Initiatorinnen.

„Ich danke herzlich allen Spenderinnen und Spendern. Ihre Großzügigkeit zeigt einmal mehr, dass Frankfurt in der Krise zusammenhält und Solidarität mit seinen Kulturschaffenden übt, die von dieser schwierigen Situation besonders betroffen sind“, sagt Kulturdezernentin Hartwig.

Frankfurter Kulturamt unterstützt bei Antragsstellung

Die Anträge werden vom Frankfurter Kulturamt in individueller Rücksprache mit den Künstlerinnen und Künstlern überprüft. Dabei erhalten die Kultuschaffenden bereits bei der Antragsstellung Unterstützung. Anträge auf Mittel des Notfallfonds zwischen 500 und 5000 Euro können noch bis zum 30. November 2020 eingereicht werden. Alle Informationen zum Antragsverfahren sind auf der Seite des Kulturportals der Stadt Frankfurt zu finden.

Der Notfallfonds aus Mitteln des Kulturdezernates in Höhe von zunächst 200.000 Euro wurde bereits Ende März ins Leben gerufen, als sich abzeichnete, dass eine Vielzahl der Antragsstellenden aus der Kulturszene durch das Raster der Soforthilfemaßnahmen von Land und Bund fallen. Mit Spenden der Crespo Foundation, Stiftung Polytechnische Gesellschaft, Stiftung Giersch, Nikolaus Hensel, dem Frankfurter Patronatsverein für die Städtischen Bühnen sowie privaten Spenderinnen und Spendern konnte der Notfallfonds des Kulturdezernates bereits im April auf 311.000 Euro anwachsen.

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