Foto: Chiara Forg

Nachrichten Mainz-Bingen | In der Nacht von Montag auf Dienstag machte die gesamte Veranstaltungsbranche auf ihre Notsituation aufmerksam. Bundesweit illuminierten zahlreiche Unternehmen aus der Veranstaltungswirtschaft von 22:00 Uhr bis 1:00 Uhr ihre Gebäude rot. Boost your City war bei der Aktion des Eventunternehmens G&S Eventservice dabei und sprach dort mit dem Geschäftsführer der Firma über die aktuelle Situation.

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Die dramatische Lage der Veranstaltungswirtschaft

Die Veranstaltungswirtschaft war der erste Wirtschaftszweig, der von der Krise getroffen wurde und wird vermutlich am längsten davon betroffen sein. Insgesamt ist die Veranstaltungswirtschaft einer der größten Sektoren der deutschen Wirtschaft und zählt rund eine Million direkte Beschäftigte. Dabei wird jährlich ein Umsatz von rund 130 Milliarden Euro erwirtschaftet. Rechnet man die Kultur- und Kreativwirtschaft mit ihren veranstaltungsbezogenen Teil- und Zuliefermärkten hinzu, betrifft das sogar drei Millionen Beschäftigte. Die meisten Firmen haben einen Umsatzausfall zwischen 80 und 100 Prozent und das schon über Monate. Ein Ende ist bislang noch nicht absehbar.

„Die nächsten 100 Tage überlebt die Branche nicht. Wenn in der Zeit nicht etwas passiert, wird es keine Volksfeste mehr geben, weil es keine Schausteller, Bühnenbauer und Ausstatter mehr gibt. Da hängt ja noch so viel hintendran.“, betont Daniel Graffe, Geschäftsführer von G&S Eventservice.

Das Ziel der Night of Light

Das Ziel der Night of Light war, mit der Politik ins Gespräch zu kommen und darüber sprechen zu können, wie die milliardenschwere Branche der Veranstaltungswirtschaft vor einer massiven Insolvenzwelle gerettet werden kann. Vor allem will man die Arbeitsplätze sichern, die an der Branche hängen. Da die Veranstaltungswirtschaft eine komplexe Branche ist, die viele unterschiedliche Gewerke und Spezialdisziplinen in sich vereint, hat die Veranstaltungswirtschaft insgesamt keine zentrale Lobby.

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